Deutsche Bank: Tochter DWS geht an die Börse

Diese Woche ist es soweit, die Tochter der Deutschen Bank, DWS (Deutsche Asset Management) geht an die Börse. Das könnte ein großer und lang ersehnter Erfolg für den Deutsche Bank-Chef John Cryan werden.

Beim Teilbörsengang können Institutionelle Investoren ihre Aktien noch bis Donnerstag zeichnen, für die Privatanleger endete die Zeichnungsfrist bereits am Mittwochmittag. Im Anschluss ist dann das Börsendebüt der DWS für Freitag, den 23. März, geplant.

Mit dem Börsengang der DWS soll Geld in die Kasse der Deutschen Bank gespült und der Vermögenssparte neue Wachstumsimpulse gegeben werden. Zudem unterliegt die DWS nach ihrem Börsengang nicht mehr den Vergütungsvorschriften der Deutschen Bank und kann höhere Gehälter zahlen.

DWS wird Kommanditgesellschaft auf Aktien

Die DWS firmiert künftig als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KgaA). Das Besondere an dieser Rechtsform ist, dass wichtige Entscheidungen nicht alle Anteilseigner bei der Hauptversammlung treffen, sondern nur die persönlich haftenden Gesellschafter. Das ist im Fall der DWS die Deutsche Bank. Vorsitzender des DWS-Aufsichtsrats soll der Deutsche Bank-Vorstand Karl von Rohr werden. Aber immerhin macht die Deutsche Bank das Zugeständnis, dass die DWS in eine normale AG umgewandelt wird, wenn der Anteil der Bank unter 40% sinkt. Doch dieser liegt momentan noch bei rund 80%.

Orderpreis liegt zwischen 32 und 33 Euro

Denn bis vor Kurzem wurde darauf spekuliert, dass die Deutsche Bank 25% ihrer Tochter an den Markt bringen würde. Doch in einem ersten Schritt diente sie den Investoren nur 40 Millionen DWS-Aktien an, was rund 20% der Anteile sind. Die begleitenden Banken teilten heute mit, dass der voraussichtliche Orderpreis je Aktie bei 32 bis 33 Euro liegen wird. Damit würde der Ausgabepreis in der Mitte der ursprünglich angepeilten Spanne von 30 bis 36 Euro je Anteilsschein liegen. Insider melden eine robuste Nachfrage nach den Papieren bis zu einer deutlichen Überzeichnung.

So will der größte japanische Lebensversicherer Nippon Life als Ankeraktionär mit 5% bei der DWS einsteigen und der französische Vermögensverwalter Tikehau Capital will 250 Millionen Euro investieren und könnte sich somit auch rund 3 bis 4% an der DWS sichern.

Hohe Dividende in Aussicht

Und diese Investments könnten sich definitiv auszahlen, denn die Deutsche Bank verspricht ihren Investoren hohe Dividenden. Rund 65 bis 75% des Nettogewinns der DWS sollen künftig an die Aktionäre ausgezahlt werden. Zudem zählt die DWS mit Anlagen in Höhe von rund 700 Milliarden Euro zu den fünft größten Vermögensverwalter Europas und ist ein heißer Kandidat für den Aufstieg in den MDAX.

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