adidas schließt auf Tagestief

Die adidas-Aktie knickte heute zum Handels-Schluss um rund 6 % ein und schloss auf ihrem Tagestief. Das hatte aber nach sehr guten Zahlen heute wohl vor allem mit Gewinnmitnahmen zu tun.

Denn der Sportartikelhersteller konnte heute mit Zahlen für das erste Quartal glänzend. Dank einer besserer Margen bei der Herstellung und dem Verkauf seiner Artikel steigerte adidas den Gewinn überproportional zum Umsatz.

adidas mit  gutem Umsatz und Gewinn

Der Umsatz der Herzogenauracher betrug von Januar bis März rund 5,55 Milliarden Euro. Das ist zwar nominal nur ein Anstieg von 2%, allerdings liegt dieser nach Bereinigung um Währungseffekte bei ca. 10%. Der operative Gewinn stieg um ca. 17% auf 746 Millionen Euro, nach Steuern sogar um 17,4% auf 542 Millionen Euro. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf 13,4% und die Rohertragsmarge auf 51,1%. Mit diesen Zahlen übertrafen beide Margen die Ziele für das Gesamtjahr und auch diejenigen der Analysten.

Gute Geschäfte mit China und den USA

Dabei profitierten der Konzern vor allem von einem stärkeren Anteil am Online-Handel und regional sehr hoher Nachfrage aus den USA und China. Zudem beziehen sich alle Zahlen auf das fortgeführte Geschäft, nachdem adidas im letzten Jahr drei Golfequipment-Marken und die Eishockeymarke CCM Hockey verkauft hatte.

Für das Gesamtjahr ist der DAX-Konzern auch weiterhin optimistisch und bekräftigte heute seine Prognose. In 2018 will adidas seinen Nettoumsatz im Vergleich zu 2017 währungsbereinigt im um 10% und den Nachsteuergewinn um 13 bis 17% steigern.

Doch das war den Anlegern wohl nicht genug. Sie haben lieber ihre Gewinne mitgenommen, was die Aktie dann im Handel um rund 6 % abstürzen ließ. Allerdings hatte sich der Wert auch seit Mitte März um rund ein Viertel gesteigert, als das adidas ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte.

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