Adidas kauft zu und zahlt!

Adidas hat gute Zahlen vorgelegt, zahlt seinen Aktionären mehr Dividende und will bis 2021 eigene Aktien zurückkaufen. Das kommt bei den Anlegern gut an.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat erneut ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen, das in die Milliarden geht. Bis Mai 2021 will der Nike-Konkurrent Aktien im Wert von 3 Milliarden Euro zurückkaufen. Ein Drittel dieser Summe soll bereits in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Zudem heben die Herzogenauracher aufgrund der guten Geschäfte ihre Dividende von 2 auf 2,60 Euro an – zur Freude der Aktionäre. Denn die Zahlen für das vergangene Jahr können sich sehen lassen.

Gute Ergebnisse für 2017

Das operative Ergebnis kletterte in 2017 um 31% auf 2,07 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Analysten und die Erwartungen von Adidas selbst.

Die US-Steuerreform sowie der Verkauf der Golf-Tochter Taylor Made und der Eishockey-Sparte CCM Hockey bremsten allerdings den Anstieg des Nettogewinns, der nur um 8% auf 1,10 Milliarden Euro wuchs. Ohne die Steuerreform hätte Adidas einen Gewinn von 1,43 Milliarden Euro erreicht.

Erstmals übersprang Adidas im letzten Jahr die Umsatz-Marke von 20 Milliarden Euro, angetrieben vom starken Wachstum der Hausmarke Adidas und einer guten Nachfrage nach Laufschuhen bzw. Sneakern. Allerdings lag der währungsbereinigte Anstieg mit 16% leicht unter den eigenen Erwartungen (17 bis 19%).

Adidas will noch profitabler werden

Adidas hat sich vorgenommen, weiter zu wachsen und noch profitabler zu werden. Bis 2020 soll der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Schnitt jährlich um 22 bis 24 % zulegen. Die operative Marge der weltweiten Nummer 2 soll bis 2020 auf bis zu 11,5 % klettern. Zuvor ging Adidas noch von einem Wert von 11% aus.

Für 2018 hat sich Adidas eine Umsatzprognose die 10% über dem Umsatz von 2017 liegen soll auf die Fahne geschrieben. Der Gewinn soll ohne die Auswirkungen der US-Steuerreform um 13 bis 17% auf 1,615 bis 1,675 Milliarden Euro steigen und die operative Marge soll in 2018 auf 10,3 bis 10,5% (2017: 9,8%) wachsen. Dafür wird auch die anstehende Fußball-WM in Russland sorgen. Also alles gute Aussichten für die Aktionäre.

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