Deutsche Post rauscht ab.

Die Deutsche Post hat heute ihre Anleger in Angst und Schrecken versetzt. Die Quartalszahlen für das erste Quartal fielen sehr enttäuschend aus. Die Aktie büßte an einem Tag die gesamten Gewinne des vergangenen Monats ein.

Im Tief näherten sich die Aktien bis auf 17 Cent ihrem niedrigsten Stand von September 2017. Zum Ende des heutigen Handels standen dann noch 34,54 Euro in den Büchern, das entsprach einem Minus von rund 7%. Im ersten Quartal erzielte der Logistik-Konzern einen Umsatz von 14,75 Milliarden Euro, was 0,9 % unter dem Vorjahreswert lag. Der Gewinn sank um 5,2% auf 600 Millionen Euro.

Auf die Erlöse drückte der Verkauf der Tochter Williams Lea und die anhaltende Grippewelle hat zudem den Jahresbeginn vermiest, denn gestiegene Betriebskosten dämpften den Gewinnanstieg. Außerdem belastet das Lieferdesaster um fehlendes Geflügel bei der Fastfood-Kette KFC in Großbritannien und Irland. Das kam  den Konzern teuer zu stehen, denn hunderte Filialen mussten zeitweise schließen, weil sie nicht beliefert wurden.

Deutsche Post will Preise erhöhen

Doch Post-Chef Appel zeigt sich optimistisch: “Mit dem anhaltenden Boom im internationalen E-Commerce ist der wichtigste Wachstumstreiber für unsere Geschäfte intakt.” Der Bereich für Post, Pakete und Online-Handel trägt knapp ein Drittel zum Gesamtumsatz bei. Deshalb überlegt die Post jetzt auch eine Preiserhöhungen für ihre Pakete. Allerdings ist bisher noch keine Entscheidung gefallen, vorher will der Konzern erst einmal Gespräche mit seinen größten Kunden führen. Bei Briefen könnte auf die Verbraucher ab 2019 ein höheres Porto zukommen, was die Bundesnetzagentur allerdings erst genehmigen muss.

5 Milliarden Euro bis 2020

Für dieses Jahr will Chef-Appel den operativen Gewinn auf 4,15 Milliarden Euro steigern. Bis 2020 sollen sogar 5 Milliarden Euro erzielt werden. Experten halten das Ziel für 2018 im Schnitt bislang für realistisch. An den Zielen für 2020 hegen sie jedoch ihre Zweifel.

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