Fresenius lässt Übernahme platzen – Akorn-Aktien stürzen ab.

Da der US-Generikahersteller Akorn wohl mehrere Voraussetzungen für eine Übernahme nicht erfüllt, bläst die deutsche Fresenius diese nun ab. Das lässt die Akorn-Papiere heute an der Börse abstürzen.

Akorn widerspricht vehement

Eine von Fresenius eingeleitete, unabhängige Untersuchung hat angeblich zutage gefördert, dass es bei Akorn schwerwiegende Verstöße gegen Vorschriften der US-Gesundheitsbehörde FDA bezüglich der Datenintegrität gebe. Dem widersprachen die Amerikaner heute vehement und pochten auf die Einhaltung der Zusage des Medizinkonzerns. Denn laut Akorns Aussage fehle es an den Voraussetzungen, um den 4,4 Milliarden-Dollar-Deal abzusagen.

Doch Fresenius bleibt hart, der Konzern ließ verlauten: “Wir haben Akorns Mitteilung zur Kenntnis genommen. Das ändert nichts an den Tatsachen, unsere Entscheidung ist richtig und begründet”.

Denn bereits Ende Februar hatte Fresenius-Chef Stephan Sturm hinter den geplanten Zukauf ein großes Fragezeichen gesetzt. Damals hatte er allerdings noch von “angeblichen Verstößen” gesprochen. Zuvor hatten die Bad Homburger anonyme Hinweise erhalten, dass der US-Konzern beim Zulassungsverfahren neuer Medikamente in den USA gegen Vorgaben der Gesundheitsbehörde verstoße.

Fresenius-Aktien stabil

Zunächst kam die abgesagte Übernahme an der deutschen Börse gut an. Bis Mittag legten die Aktien zeitweise rund 4% zu. Diese Gewinne mussten die Papiere allerdings im Nachmittags-Handel wieder abgeben. Die Aktie ging mit einem ganz leichten Minus von 0,12% aus dem Handel. Denn die Freude ist wohl einer Sorge über einen nun folgenden langen Rechtsstreit zwischen Fresenius und Akorn gewichen.

Anders sah es hingegen bei Akorn aus. Die Papiere gerieten in Frankfurt unter die Räder und verloren in der Spitze annähernd 30%. Auch im US-Handel an der Nasdaq bricht die Aktie der Amerikaner zeitweise um mehr als 34% ein.

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