Goldman Sachs übertraf Analysten-Erwartungen deutlich

Wie bereits andere große US-Banken hat auch Goldman Sachs im ersten Quartal des Jahres deutlich mehr verdient als in den letzten Jahren. Damit hat die Bank die Analysten-Erwartungen weit übertroffen.

Zum Jahresauftakt standen unterm Strich 2,8 Mrd. Dollar und damit rund ein Viertel mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Die Erträge stiegen auf gut 10 Mrd. Dollar, das sind 1,3 Mrd. Dollar mehr, als von den Analysten geschätzt wurde. Die Eigenkapitalrendite betrug 15,4%, das ist der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre.

Goldman Sachs steht auf 2 soliden Beinen

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein hatte vor zwei Jahren das Geldinstitut neu aufgestellt und einen bemerkenswerten Strategiewechsel initiiert. Mit der Online-Tochter Marcus stieg die renommierte Wall-Street-Bank in den Bereich der Kleinkredite und Sparkonten vor. Doch auch die Sparte der Handelsgeschäfte blieb erhalten. Das zahlte sich jetzt aus, denn die Amerikaner konnten glänzend vom regen Handel an den Finanzmärkten profitieren.

Goldman Sachs verdient gut an Furcht vor Handelskrieg

Dieser ist wohl auch auf die weltpolitischen Spannungen zurückzuführen, denn die Furcht vor einem Handelskrieg hatte den An- und Verkauf von Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen angefacht. An deren Gebühren hat Goldman Sachs dieses Jahr sehr gut verdient, die Sparte legte im ersten Quartal um 23% zu. War man doch hier im Schlussquartal 2017 erstmals seit 2011 noch in die roten Zahlen gerutscht.

Diese Farbe dominierte allerdings heute auch bei der Goldman Sachs-Aktie im Dienstags-Handel. Trotz eines starken Gesamtmarktes rutschte der Wert zeitweise um rund 2 % ab.

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