LVMH mit starkem Jahresauftakt.

Der Luxusgüterkonzern LVMH kann mit einem starken Jahresauftakt punkten. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres steigerte das Pariser Unternehmen seinen Umsatz um 10% auf 10,85 Milliarden Euro.

Wenn man die Wechselkurseffekte außer Acht lässt, wurde sogar ein Plus von 13% erzielt. Mit den heutigen Zahlen kommentiert LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton lediglich den Umsatz und nicht das Ergebnis. Sowohl Asien als auch die Vereinigten Staaten und Europa wiesen gute Wachstumsraten auf.

25 % Plus bei Mode und Lederwaren

Das Geschäft mit der Mode und den Lederwaren, mit der Kernmarke Louis Vuitton, überzeugte im ersten Quartal erneut. Das Umsatzplus beträgt hier 25% und beläuft sich auf 4,3 Milliarden Euro. Die Mode-Sparte wurde in den letzten Wochen von LVMH-Chef Bernard Arnauld mit einem besonderen Augenmerk auf Männermode grundlegend neu aufgestellt.

LVMH setzt auf Männermode

Hierzu gehörte im Januar die Berufung von Hedi Slimane bei Céline. Der französische Modedesigner soll die rein auf Frauen spezialisierte Marke auch bei Männern etablieren. Der neue Chefkreative bei Dior Homme wurde Kim Jones. Der Menswear-Designer hatte im Januar nach sieben Jahren seine letzte Kollektion für Louis Vuitton präsentiert.

Schließlich gab es auch noch einen Wechsel bei dem Accessoires-Label Berluti. Erst vor wenigen Tagen gab es Meldungen, wonach die LVMH-Tochter ihre Präsenz in Deutschland weiter ausbaut. Nachdem bereits in Frankfurt ein Laden eröffnet wurde, folgt nun ein zweites Geschäft in München. Bei Berluti wirkt in Zukunft Kris Van Assche. Wie Hedi Slimane ist auch Kris Van Assche ein alter Bekannter aus dem Arnault-Imperium.

Starker Jahresauftakt

Das Geschäft mit Parfüm und Kosmetik wuchs im ersten Quartal um 8%, der Bereich Uhren und Schmuck um 9%. Lediglich die Erlöse aus der Sparte Weine und Spirituosen stagnierten, was LVMH vor allem auf Lieferschwierigkeiten bei Hennessy zurückführt. Nur die Einzelhandels-Sparte mit ihrer Parfümerie-Kette Sephora musste einen Rückgang um 2% hinnehmen.

Trotz der widrigen Wechselkurseffekte sprach LVMH von einem starken Umfeld im ersten Quartal. Für das restliche Jahr will sich das Unternehmen auch weiterhin auf die Entwicklung seiner Marken und die Kostenkontrolle konzentrieren. Die Aktionäre dürften sich heute gefreut haben, der Kurs legte zum Abend an der Frankfurter Börse um 6,60 Euro auf 269,50 Euro zu.

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