Nike dank Steuerreform mit Verlusten – Aktien legen zu.

Die amerikanische Steuerreform hat beim US-Sportartikelhersteller Nike voll zugeschlagen. Dank ihr rutscht Nike im dritten Geschäftsquartal 2017/2018 trotz steigender Einnahmen in die roten Zahlen.

Allerdings sei dies ein Einmaleffekt, ließ das Unternehmen am Donnerstag nach Vorlage der Zahlen verlauten. Denn der Rückgang sei einer Steuerlast zuzuschreiben, die sich auf 2 Milliarden Dollar beliefe. Zwar würde in Zukunft durch die US-Reform die Unternehmenssteuer kräftig gesenkt, doch erst einmal fielen hohe Einmalkosten in der Bilanz an. Im Tagesgeschäft lief es zuletzt jedoch überraschend gut für Nike und das Umsatzwachstum des vergangenen Jahres überrascht positiv.

Umsatzzuwachs bei Nike

Denn der Umsatz legte in den letzten drei Monaten per Ende Februar um 7% auf 9 Milliarden US-Dollar zu. Im gleichen Zeitraum lag der Wert im Vorjahr noch bei 8,43 Milliarden US-Dollar. Der Adidas-Konkurrent hatte vorab für das abgelaufene Quartal ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Durch die Steuerreform ergab sich allerdings unterm Strich ein Verlust von 921 Millionen Dollar bzw. 57 Cent je Aktie, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar bzw. 68 Cent je Aktie verzeichnet werden konnte. Damit hat die US-Reform das Ergebnis je Aktie um 1,25 US-Dollar verringert. Bereinigt um diesen Sondereinfluss betrug das Ergebnis je Aktie allerdings 68 Cent.

Starke Nachfrage aus dem Ausland

Besonders die starke Nachfrage aus dem Ausland, allen voran aus China, ließen die Erlöse von Nike im letzten Quartal klettern. Jedoch tut sich der Sneaker-Spezialist im US-Heimatmarkt schwer, denn der Konkurrent Adidas macht zunehmend Druck. In Nordamerika musste Nike sogar ein Umsatzminus von 6 % verbuchen.

Doch die Zahlen kamen bei den Aktionären gut an. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehrere Prozentpunkte zu.

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