Osram-Aktie im Tiefflug.

Um rund 17% ging es heute für die Osram-Papiere im XETRA-Handel in die Tiefe, nachdem der Konzern aufgrund von schwachen Geschäften und eines ebenso schwachen Dollar seine Prognose für 2018 senkte.

Das MDAX-Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2018 nur noch mit einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von 3,0 bis 5,0% anstatt bisher erwarteter  5,5 bis 7,5%. Das Ebitda, also der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, dürfte nur noch ca. 640 Millionen Euro erreichen. Bislang hatte Osram hier etwa 700 Millionen Euro und somit ein Ergebnis ähnlich dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Das bedeutet für die Aktionäre einen verwässerter Gewinn je Aktie in der Spanne von 1,90 bis 2,10 Euro nach noch 2,78 Euro im letzten Geschäftsjahr.

Osram hat mit Dollar-Schwäche zu kämpfen

Der deutsche Lichtkonzern hat mit der verhaltenen Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und einem schwachen Dollar zu kämpfen. Die Zahlen werden erst Anfang Mai gemeldet, aber schon heute gab es erste Prognosen.

Zwar steigerte Osram im zweiten Quartal den Umsatz in den fortgeführten Aktivitäten auf vorläufiger Basis um 1,8% auf 1,01 Milliarden Euro, aber der freie Cashflow lag wegen geplanter Investitionen bei der Geschäftseinheit Opto Semiconductors bei einem Minus von 132 Millionen Euro. Die bereinigte Ebitda-Marge erreichte 15,1% und je Aktie verdiente der Konzern verwässert 0,46 Euro. Zusätzlich kann sich noch ein Sonderaufwand vor Steuern von 60 bis 70 Millionen Euro aus dem „Zukunftskonzept Osram“ ergeben. Dieser ist  in der angepassten Prognose sogar noch nicht enthalten.

Neue Kaufchancen für Anleger

Die Anleger nahmen die Konzernangaben von heute nicht gut auf und schickten die Aktie auf Talfahrt. Doch viele Experten sehen in dem Absturz auch neue Kaufgelegenheiten und einen ausgezeichneten Einstiegspunkt für potenzielle Anleger. Allerdings hat das Papier seit Jahresbeginn bereits rund 31% an Wert verloren.

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