SAP-Aktie ein Kauf.

SAP hat heute die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und Experten raten zum Kauf der Aktie. Das mit Abstand wertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands hat in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich mehr verdient und das aufgrund eines besseren Geschäftes im Cloud-Bereich. Positiv überraschte vor allem die hohe Profitabilität in den ersten drei Monaten.

DAX-Schwergewicht legt deutlich zu

Die Aktie legte bis Handelsende in Frankfurt um mehr als 3% auf fast 90 Euro zu. Damit konnte sich der Wert wieder deutlich von seinem Zwischentief Anfang März absetzen.

Das Betriebsergebnis, um Sondereffekte und Währungsschwankungen bereinigt, ist laut Konzernangaben um 14% auf etwa 1,24 Milliarden Euro gestiegen und die operative Marge legte auf 23,5% nach 22,7% im Vorjahreszeitraum zu.

Allerdings sorgte der starke Euro dafür, dass der Umsatz bei einem Wert von 5,26 Milliarden Euro stagnierte. Da konnten auch das boomende Cloud-Geschäft und das gut laufende Kerngeschäft mit klassischer Software nicht gegenhalten. Ohne Währungseffekte wäre der Erlös allerdings um 9% angestiegen.

SAP-Umsatzprognose wird angehoben

Wegen der Übernahme des auf Cloud-Lösungen spezialisierten US-Anbieters Callidus erhöhten die Walldorfer zudem die Umsatz-Prognosen für 2018. Und dies trotz der Tatsache, dass SAP im Gesamtjahr mit einem etwas stärkeren Gegenwind durch einen starken Euro rechnet. Der Umsatz soll im laufenden Jahr laut Konzernschätzung auf 24,8 bis 25,3 Milliarden Euro steigen.

Der Zukauf von Callidus ist ebenfalls der Grund für die erhöhte Erwartung beim Umsatz mit der Cloud-Software. Hier rechnet SAP jetzt mit einem Anteil von bis zu 5,15 Milliarden Euro, das sind währungsbereinigt rund 36,5% mehr als 2017.

Beim operativen Ergebnis rechnet SAP im laufenden Jahr mit einem Wert zwischen 7,35 und 7,5 Milliarden Euro – das wäre währungsbereinigt ein Plus von bis zu 11%. Hier hatte SAP nur das untere Ende der Spanne leicht angehoben. Die für den Umsatz und operatives Ergebnis abgegebenen Prognosen ergeben bei der Marge rechnerisch einen Wert zwischen 29,1 und 30,2%. 2017 hatte die Marge 28,9% betragen.

Mit den guten Zahlen und Ausblicken von heute hat das rund 110 Milliarden Euro schwere Unternehmen heute bei den Anleger die Hoffnung geweckt, dass der Konzern endlich die Früchte seiner hohen Investitionen in die Cloud ernten kann.

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