SoftBank will 50 Mrd. Dollar investieren

SoftBank-Chef Masayoshi Son hat bei einem Treffen mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump Investitionen im Wert von 50 Mrd. Dollar zugesagt. Damit könnte der japanische Mobilfunker rund 50.000 neue Jobs schaffen. Der Immobilien-Milliardär Trump verbuchte dies sogleich als seinen persönlichen Erfolg. Dazu wäre es nie gekommen, wenn er nicht die Präsidentenwahl gewonnen hätte, twitterte er wenig später.

softbank-sprint1Es wurde zwar kein Zeitrahmen für die Investitionen genannt, aber die Verhandlungen schürten neue Spekulationen über Fusionspläne. Es könnte zum Beispiel der Anlauf für eine Fusion der US-Mobilfunksparte Sprint mit der Telekom-Tochter T-Mobile US sein. Das wirkte sich auch gleich positiv auf die Aktien der Unternehmen aus.

Aktie springt rasant an

Die Sprint-Aktien stiegen zeitweise auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Die Papiere von T-Mobile US kletterten ebenfalls deutlich. Die in den USA gehandelten SoftBank-Titel gewannen zeitweise 3 %. Die Japaner hatten bereits einmal versucht, T-Mobile US zu kaufen und mit Sprint zusammenzulegen, um näher an die beiden US-Marktführer AT&T und Verizon heranzurücken.

Diese Planungen wurden allerdings 2014 von den US-Wettbewerbsbehörden gestoppt. Vor fünf Jahren scheiterte aus ähnlichen Gründen bereits ein 39 Mrd. Dollar schwerer Übernahmevorstoß von AT&T.

SoftBank will in Start-ups investieren

SoftBank-Chef Son führte aus, dass sein Konzern in Start-ups in den USA investieren wolle und auf diese Weise Arbeitsplätze schaffe. Er geht weiterhin davon aus, dass der Republikaner viele Maßnahmen für eine weniger strenge Regulierung der Wirtschaft auf den Weg bringen werden. Das sei großartig. Trump hatte im Wahlkampf mit einer Lockerung der Regulierungsvorgaben für die Wirtschaft und der Schaffung neuer Jobs geworben.

Auch die Telekom setzt auf Lockerungen

Auch die Deutsche Telekom setzt auf eine Lockerung der Kartellregeln unter Trump. Das regulatorische Umfeld könnte sich ändern und das Verbot von Fusionen in der US-Mobilfunkbranche fallen, sagte Telekom-Chef Tim Höttges im vorigen Monat kurz nach der Wahl. Die Telekom will sich seit Jahren aus dem hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt verabschieden. Allerdings brummt das Geschäft von T-Mobile US nach Milliarden-Investitionen wieder. Voriges Jahr verdrängte das Unternehmen Sprint vom dritten Platz der Branche.

 

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