Steuerreform hilft JP Morgan – Markterwartungen übertroffen

Die US-Bank JP Morgen hat im ersten Quartal dank der amerikanischen Steuerreform kräftig verdient und die Markterwartungen deutlich übertroffen. „Unsere Geschäfte laufen quer durch alle Sparten gut“, verkündete dann auch heute JP Morgan-Chef Jamie Dimon.

Im Zeitraum von Januar bis März steigerte JP Morgan seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte 35% auf 8,7 Milliarden Dollar. Die Erträge legten um 10% auf 28,5 Milliarden Dollar zu. Gesunkene Steuern, steigende Zinsen und unruhige Finanzmärkte haben den großen US-Banken einen starken Jahresbeginn beschert. Damit machte JP Morgen heute den Auftakt zur Berichtssaison der US-Großbanken, denn im weiteren Tagesverlauf haben auch Citigroup und Wells Fargo ihre Zahlenwerke präsentiert.

JP Morgan profitiert von US-Steuerreform

Die New Yorker profitierten besonders an der von Trump geschürten Angst vor einem Handelskrieg, denn viele Anleger hatten sich in letzter Zeit neu positioniert. So verdienen die Banken am An- und Verkauf von Wertpapieren über Gebühren kräftig mit. Außerdem kamen JP Morgen zusätzlich die gestiegenen Zinsen in den USA zugute. Sie machen das Geldverleihen wieder einträglich. Durch die Senkung der Unternehmenssteuer von 35 auf 21% standen zudem niedrigere Abgaben an den Fiskus in den Büchern.

Bilanzreigen der US-Großbanken beginnt

Traditionell hat damit heute die Berichtssaison der US-Großbanken begonnen. Andere große Finanzinstitute Amerikas werden in der kommenden Woche folgen. Unter anderem die  Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Die europäischen Konkurrenten sind erst etwas später an der Reihe, so z. B. die Deutsche Bank, die ihre Ergebnisse gegen Ende des Monats präsentieren wird.

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