Volkswagen: Auslieferungen leicht unter dem Vorjahr

Das schwache Geschäft in China zieht die Marke Volkswagen zum Jahresanfang ins Minus. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge geht zurück.

Das von den Skandalen um Dieselgate belastete Unternehmen aus Wolfsburg hat im Januar 2017 weltweit 495.900 Fahrzeuge ausgeliefert, das entspricht einem Rückgang von 4,9 % gegenüber dem Wert des Vorjahres. Dies habe aber vor allem am Absatzmarkt China gelegen, wie Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke, anmerkte: „Die Marke Volkswagen ist erfolgreich ins Jahr 2017 gestartet. Die weltweiten Auslieferungen liegen zwar leicht unter dem Vorjahreswert, dies ist aber ausschließlich auf Sondereffekte im Hauptmarkt China zurück zu führen. In fast allen anderen Regionen haben wir erfreuliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahreswert erzielt.”

Minus in China und Deutschland

In China, dem größten Absatzmarkt von VW, führten Sondereffekte zu einem Rückgang der Verkäufe um 11,8 % auf 270.800 Fahrzeuge. Die sei laut Konzernangaben vor allem auf eine deutliche Reduzierung von Steuervergünstigungen bei Autos mit kleinerem Hubraum zum Ende 2016 zurückzuführen. Von diesen Wagen hatten die Niedersachsen im vergangenen Jahr noch deutlich profitiert.

Auch auf dem Heimatmarkt in Deutschland sank der Absatz. Hier wurden 38.600 Autos verkauft, was einem leichten Rückgang von 5,1 % entspricht. Als Grund hierfür gab VW erneut die verlängerte Haltedauer von Leasing-Fahrzeugen für Mitarbeiter an.

VW-Absatz in Europa besser

In Europa sieht es besser aus, hier wurde die Auslieferung um 4,7 % gegenüber Vorjahr auf 126.700 Fahrzeuge gesteigert. Treiber dieser positiven Entwicklung waren insbesondere die Märkte Italien (+ 12,8 %) und Spanien (+ 29,6 %). Die hohe Nachfrage nach dem neuen Tiguan war die Basis dieser starken Performance.

Steigerung in den USA

Auch in den USA gab es trotz Dieselgate einen Sprung nach oben und teilweise wurden im Januar sogar neue Verkaufsrekorde erzielt (beim Tiguan, Golf Variant und e-Golf). Die Auslieferungen wurden um 17,1 % auf 23.500 Autos gesteigert.

Die Region Südamerika erzielte einen Zuwachs von 12 % auf 32.500 Fahrzeuge, was der Konzern auf Sondereffekte im Markt Argentinien zurückführt.

%d Bloggern gefällt das: