KUKA: Gute Auftragszahlen, aber Rückgang im Umsatz

Die KUKA AG, die Automatisierungslösungen vom Industrieroboter bis hin zur Fertigungsanlage bietet, musste im dritten Quartal einen Rückgang beim Umsatz und operativen Gewinn verbuchen. Der Umsatz hat sich im Jahresvergleich von 722 Mio. Euro auf 710,9 Mio. Euro verringert. Abschreibungen nach dem Zukauf von Swisslog und Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea lasteten auf der Bilanz. Ohne diese hätten die Erlöse  um 5,5 % zugelegt, was dem Aktienkurs heute zugutekam.

© Kuka
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Man blickt etwas pessimistischer auf den Verlauf des restlichen Jahres und nahm seinen Umsatzausblick auf rund 3 Mrd. Euro leicht zurück. Zwar verbessere sich die Einnahme-Entwicklung im zweiten Halbjahr, das reiche aber nicht aus, um die Rückgänge im ersten Halbjahr zu kompensieren, teilte das Unternehmen mit. Größere Aufträge würden in diesem Jahr erst im Schlussquartal erwartet.

Kuka mit neuem Großauftrag

Vorstandschef Till Reuter kündigte auch gleich einen neuen Großauftrag an: Der saudi-arabische Lebensmittelkonzern Almarai beauftragte Swisslog mit der Automatisierung der Distributionsanlage in Al Kharj. Dieser Auftrag umfasst ein Volumen von 43 Mio. Euro bis Ende 2018.

Im letzten Quartal erzielte KUKA einen Auftragseingang mit einem Gesamtvolumen von 987,5 Mio. Euro. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um 42,1 %. Mit diesem Wert konnte die Firma den bisherigen Rekordwert aus dem Vorquartal deutlich übertreffen. Zu diesen Ergebnissen trugen alle drei Geschäftsbereiche mit jeweils deutlich zweistelligen Gewinnen bei: Swisslog + 56,6 %, Systems + 48,2 % und Robotics mit + 29,1 %. In den ersten neun Monaten konnte KUKA den Auftragseingang um 23,1 % von 2.134,8 auf 2.627,4 Mio. Euro erhöhen.

Aufräumarbeiten

KUKA trennt sich nach der Übernahme durch Midea von Geschäften mit der Flugzeugbranche. Um sicherheitspolitische Bedenken von US-Behörden auszuräumen, solle das Aerospace-Segment in Nordamerika verkauft werden, sagte Till Reuter am Mittwoch weiterhin.

Der Roboterhersteller ist mittlerweile zu rund 86 % in chinesischer Hand. Der Übernahmeprozess verläuft wie erwartet und der Roboter-Spezialist liegt im Plan, sagte Vorstandschef Till Reuter. Midea habe noch bis zum 31. März 2017 Zeit, um alle benötigten Freigaben zu erhalten.

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