Keine Übernahme von Johnson & Johnson bei Actelion

Der US-Konzern Johnson & Johnson gibt seine Pläne auf, das Schweizer Biotech-Unternehmen Actelion zu übernehmen. Dies teilte der US-amerikanischen Pharma- und Konsumgüterriese am Dienstagabend mit.

© Actelion

Der Rückzug von Johnson & Johnson soll dem Vernehmen nach unter anderem darauf zurückgehen, dass Actelion-Chef Jean-Paul Colzel das Unternehmen nicht komplett verkaufen wollte, sondern nur in Teilen oder in Partnerschaften einbringen. Damit ist Actelion für die Amerikaner nicht mehr interessant.

Aber wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich die nächste: Nach dem Rückzug des US-Konzerns im Kampf um das Schweizer Biotech-Unternehmen Actelion ist nun der französische Pharmakonzern Sanofi der Favorit. Dieser will einem Bericht des "Wall Street Journal" von Mittwochnacht zufolge insgesamt bis zu 30 Mrd. Dollar (28,2 Mrd. Euro) auf den Tisch legen. Offen sei aber, wie die Transaktion genau aussehen soll. Mit Johnson & Johnson hatte Actelion Insidern zufolge über eine Übernahme im Volumen von rund 27 Mrd. Dollar verhandelt.

Übernahme-Spirale dürfte sich weiterdrehen

Actelion wurde 1997 gegründete und beschäftigt gut 2.500 Mitarbeiter. Im laufenden Jahr profitiert das Unternehmen stark von der Nachfrage nach seinen Lungenmedikamenten. Die Aktie befindet sich seit Bekanntwerden des J&J-Interesses im Höhenflug. Anfang der Woche war das Papier bis auf 214,50 Franken gestiegen und damit so teuer wie noch nie. Der Biotech-Spezialist ist damit an der Börse rund 22,6 Mrd. Franken wert.

In der Pharmabranche ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu milliardenschweren Übernahmen gekommen. Das lag unter anderem am Patentablauf vieler Medikamente großer Konzerne. Dabei sind vor allem Unternehmen mit hoffnungsvollen Wirkstoffen oder Medikamenten im Visier der Branchenriesen wie Merck & Co., Novartis, Pfizer, Roche oder Sanofi geraten.

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