Audi und Nvidia präsentieren auf der CES ihr erstes Konzeptauto

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zeigen der Fahrzeughersteller Audi und der US-Chiphersteller Nvidia gemeinsam ein selbstfahrendes Konzeptauto mit künstlicher Intelligenz. Das Auto soll im Jahr 2020 auf die Straße kommen, gab die VW-Tochter bekannt. Auf der CES stellen derzeit die Autobauer ihren neuesten Stand der sich rasch entwickelnden Technologien vor.

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Audi demonstriert die Intelligenz des Audi Q7 “deep learning concept” im Rahmen der CES-Keynote von Nvidia auf einem speziell angelegten, veränderlichen Freiflächenkurs. Zur Orientierung nutzt das Auto eine Frontkamera mit einer 2 Megapixel-Auflösung; sie kommuniziert mit einer Recheneinheit, die ihrerseits hochpräzise die Lenkung steuert. Als Kern der Software dienen tiefe neuronale Netze, die die Experten gezielt auf das selbstständige Fahren und die Erkennung dynamischer Verkehrsregelungshinweise trainiert haben.

So soll es funktionieren

Zuerst musste der Audi Q7 bei mehreren Fahrten mit einem menschlichen Fahrer am Steuer den Kurs mit zusätzlichen Trainingskameras kennenlernen. Dadurch wird ein Zusammenhang zwischen Reaktionen des Fahrers und von den Kameras erkannten Ereignissen hergestellt. So versteht das Auto während der späteren Demonstrationsfahrten Anweisungen wie ein temporäres Verkehrssignal, kann sie direkt interpretieren und situativ handeln.

Wenn ein entsprechendes Signal erscheint, ändert das Konzeptauto unmittelbar die Fahrstrategie und wählt die Route. Das System ist so robust ausgelegt, dass es auch mit Störgrößen wie sich ändernden Witterungs- und Lichtbedingungen zurechtkommt. Es beherrscht die Aufgaben bei Tag und Nacht sowie bei direkter Sonneneinstrahlung oder bei starkem Kunstlicht.

Audi und Nvidia arbeiten bereits seit über 10 Jahren zusammen

Audi arbeitet bereits seit 2005 mit Nvidia zusammen. Der Audi A4 nutzte schon im Jahr 2007 einen Nvidia-Chip; zwei Jahre später brach der Audi A8 bei der visuellen Darstellung dank Nvidia-Technologie in eine neue Dimension auf. Es ist nicht die erste Allianz eines deutschen Autobauers mit einem Unternehmen aus der Computer-Branche: BMW arbeitet bei der Entwicklung seiner Roboterwagen mit dem Chip-Riesen Intel zusammen.

Weitere Kooperationen mit Bosch und ZF

Außerdem gab Nvidia eine Kooperation mit den deutschen Zulieferern Bosch und ZF bekannt, die einen vom Grafik-Spezialisten entwickelten Auto-Computer produzieren werden. Er soll unter anderem für autonomes Fahren sorgen. Während der Mensch lenkt, tritt die Software zudem als eine Art Autopilot auf und warnt zum Beispiel vor potenziellen Gefahren im Verkehr.

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