2020 Bulkers Aktie: 40 Millionen Tonnen zusätzlicher Kapazität
Die Aktie von 2020 Bulkers verliert weiter massiv an Wert, obwohl die Frachtraten steigen. Ein drohendes Überangebot an Schiffen belastet die Kurse.

- Aktie fällt um 2,67 Prozent
- Fast 70 Prozent Verlust seit Mai
- Baltic Dry Index steigt auf 2.944 Punkte
- Neue Schiffe drohen Angebotsschwemme
Die Lage bei 2020 Bulkers spitzt sich zu. Während die globalen Frachtraten erste Erholungszeichen senden, kennt die Aktie nur eine Richtung: abwärts. Dieser Kontrast zwischen Marktdaten und Börsenkurs verunsichert viele Anleger.
Am Freitag fiel das Papier um 2,67 Prozent auf 3,13 NOK. Damit notiert die Aktie nur noch knapp über dem neuen Jahrestief. Seit dem Höchststand im Mai büßte der Titel fast 70 Prozent an Wert ein.
Der Preisverfall in Zahlen
- Kursverlust der letzten 30 Tage: 22,98 Prozent
- Abstand zum Jahreshöchstkurs: 68,92 Prozent
Der Relative Stärke Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 24,4 einen massiv überverkauften Zustand. Die annualisierte Volatilität liegt derweil bei knapp 50 Prozent.
Widersprüchliche Signale am Markt
Eigentlich stehen die Zeichen der Branche auf Erholung. Der Baltic Dry Index kletterte zeitgleich auf 2.944 Punkte. Das markiert den höchsten Stand seit über einem Monat. Auch die Raten für große Capesize-Frachter zogen zuletzt deutlich an.
Davon profitierte 2020 Bulkers bisher nicht. Das Unternehmen betreibt eine moderne Flotte von Newcastlemax-Frachtern. Diese Schiffe verfügen über spezielle Abgasreiniger. Trotz dieser technischen Vorteile lastet der Pessimismus der Börsianer schwer auf dem Kurs.
Die drohende Kapazitäts-Schwemme
Der Grund für den Abverkauf liegt auf der Angebotsseite. Für das laufende Jahr 2026 kündigt sich ein massiver Zustrom neuer Schiffe an. Rund 40 Millionen Deadweight-Tonnen kommen weltweit zusätzlich auf den Markt.
Das ist das größte Plus seit über zehn Jahren. Analysten befürchten deshalb einen dauerhaften Angebotsüberhang. Dieses zusätzliche Volumen könnte die Frachtraten in den kommenden Monaten wieder unter Druck setzen.
Das massive Überangebot an Schiffskapazitäten bildet die größte Hürde für eine nachhaltige Kurserholung. Die kommenden Auslieferungstermine der neuen Frachter entscheiden darüber, ob die Raten das aktuelle Niveau halten können.
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