2G Energy Aktie: IT-Umstellung verschiebt Bilanz bis Juni
2G Energy verschiebt Jahreszahlen wegen IT-Umstellung, meldet aber Rekordauftrag aus den USA für Rechenzentren.

- Jahreszahlen 2025 erst Mitte Juni
- IT-Systemwechsel als Verzögerungsgrund
- Größter Einzelauftrag der Firmengeschichte
- Aktie gibt nach starkem Jahresplus nach
2G Energy braucht mehr Zeit für die Bilanzvorlage. Eine IT-Umstellung in der neuen Produktion verzögert die Veröffentlichung der vorläufigen Jahreszahlen 2025 bis Mitte Juni 2026. Operative Probleme stecken laut Management nicht hinter dem neuen Zeitplan.
IT-Bremse trifft auf Wachstum
Der Konzern führt aktuell ein neues ERP-System bei der Tochter 2G Heek GmbH ein. Dieser Prozess erweist sich als zeitaufwendiger als ursprünglich geplant. Parallel dazu stieg der geschätzte Umsatz im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf rund 398 Millionen Euro.
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Besonders das Geschäft mit Neuanlagen wuchs kräftig. Hier legten die Erlöse um elf Prozent auf 230 Millionen Euro zu. Die internationale Nachfrage erreichte dabei erstmals das Niveau des deutschen Heimatmarktes.
Die Profitabilität litt jedoch unter den IT-Kosten und Investitionen. Die EBIT-Marge für das Jahr 2025 wird voraussichtlich am unteren Ende der Spanne von 6,5 bis 8,0 Prozent liegen.
Historischer Großauftrag aus den USA
Ein Erfolg in Nordamerika stützt die langfristigen Aussichten des Unternehmens. Die US-Tochter sicherte sich den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte. Ein Rechenzentrumsbetreiber bestellte Energieversorgungsanlagen im dreistelligen Megawatt-Bereich.
Die Auslieferungen für dieses Projekt starten in der zweiten Jahreshälfte 2026. Der Auftrag unterstreicht die wachsende Bedeutung des Data-Center-Segments für dezentrale Energielösungen.
Kursrücksetzer nach starkem Lauf
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt der Vorstand das obere Ende der Umsatzprognose an. Diese liegt zwischen 440 und 490 Millionen Euro. Bei der Marge rechnet das Management mit Werten zwischen 9,5 und 10,5 Prozent.
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Minus von 4,46 Prozent auf 66,45 Euro. Trotz dieses Rücksetzers bleibt die Bilanz des laufenden Jahres mit einem Plus von fast 82 Prozent beeindruckend. Das Rekordhoch bei 76,40 Euro liegt erst wenige Tage zurück.
Mitte Juni müssen die detaillierten Zahlen die aktuelle Prognose bestätigen. Dann wird sichtbar, wie stark die IT-Umstellung die Profitabilität tatsächlich belastet hat. Der Fokus liegt nun auf dem Start der Großlieferungen im kommenden Jahr.
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