3i Group Aktie: Action plant 100 US-Filialen bis 2030

Action will mit 100 Filialen in den USA wachsen. Der Aktienkurs von 3i Group fällt dennoch um 3,6 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • 100 US-Filialen bis 2030 geplant
  • Investition von bis zu 400 Millionen Euro
  • Europageschäft mit schwächerem Wachstum
  • 3i-Aktie fällt auf Jahrestief

Der Discounter Action, mit Abstand wichtigste Beteiligung von 3i Group, steuert gegen eine Wachstumsflaute in Europa an. Das Unternehmen will in den US-Markt expandieren. 100 Filialen bis 2030 sind das Ziel. Die Investition: 350 bis 400 Millionen Euro.

An der Börse kommt das nicht gut an. Der Aktienkurs von 3i Group fiel am Montag um 3,6 Prozent auf 24,67 Euro. Damit notiert das Papier nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief. Auf Jahressicht beträgt das Minus rund 49 Prozent.

Europageschäft unter Druck

Das Kerngeschäft von Action lahmt. In den 19 Wochen bis Mai 2026 legte das flächenbereinigte Umsatzwachstum nur noch um 2,4 Prozent zu. Im Vorjahreszeitraum waren es 6,8 Prozent. Der warme März blieb aus, der kühle Frühling in Nordeuropa drückte die Nachfrage. Hinzu kommt eine gedämpfte Konsumstimmung in Frankreich.

Deutschland leidet unter einem anderen Problem. Seit Ende März belasten verstärkte Spannungen im Nahen Osten das Konsumklima. Die Folge: In Frankreich und Deutschland, den beiden wichtigsten Märkten, stagnieren die vergleichbaren Umsätze seit Jahresbeginn.

All das trifft ein Unternehmen, das rund zwei Drittel des 3i-Portfolios ausmacht. Der Druck auf die Performance ist entsprechend hoch.

Der Schritt nach Amerika

Action will die Abhängigkeit von Europa reduzieren. Erste US-Filialen sind für Anfang 2028 geplant. Das Einsatzgebiet: die Südstaaten. Konkret North Carolina, South Carolina und Georgia. Ein lokales Einkaufsteam ist bereits im Aufbau.

Ob sich das europäische Discounter-Modell im hart umkämpften US-Einzelhandel durchsetzt, ist offen. Der Schritt ist ambitioniert. Er birgt Chancen, aber auch erhebliche Risiken.

Finanzielle Polster bleiben dick

3i Group hat das Kapital für die Expansion. Die Nettoverschuldung beträgt umgerechnet 547 Millionen Pfund, die Verschuldungsquote liegt bei mageren zwei Prozent. Die gesamte Liquidität: 1,86 Milliarden Pfund. Hinzu kommt ein aufgestockter Kreditrahmen von 1,2 Milliarden Pfund.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Pfund soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Vorgeschlagen ist zudem eine Dividende von 84,5 Pence je Anteil.

Die anderen Beteiligungen von 3i Group laufen solide. 96 Prozent der Portfoliounternehmen steigerten die Gewinne. Der Verkauf der Beteiligung TCR erbrachte 1,1 Milliarden Euro und das 3,6-Fache des Einsatzes.

Das bietet eine gewisse Entlastung. Doch die entscheidende Frage für Aktionäre bleibt: Reicht die geplante US-Expansion von Action aus, um den Abwärtstrend an der Börse zu stoppen? Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die Abkühlung in Europa nur saisonal oder strukturell ist.

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