7C Solarparken: De Proost kauft 100.000 Aktien in 48 Stunden
Der CEO von 7C Solarparken stockt sein Aktienpaket um rund 100.000 Anteile auf. Das Vertrauenssignal fällt in eine Phase aktiver Kapitalstruktur-Gestaltung.

- CEO erwirbt 100.000 Aktien binnen 48 Stunden
- Aktienrückkauf von 1,7 Mio Anteilen abgeschlossen
- Q1-EBITDA übertrifft internen Ausblick
- Halbjahresbericht für September angekündigt
Bei 7C Solarparken kauft der eigene Vorstandschef nach. Innerhalb weniger Tage erwarb Steven De Proost gleich zweimal Aktien des Solarparkbetreibers – ein Signal, das Anleger in der laufenden Konsolidierungsphase des Titels registrieren dürften.
Zwei Insider-Käufe in kurzer Folge
Am 30. Juni 2026 erwarb De Proost laut einer Pflichtmitteilung nach dem Wertpapierhandelsgesetz 24.705 eigene Aktien zu einem Kurs von 1,65 Euro. Nur einen Tag später, am 1. Juli, folgte laut BaFin-Meldung ein deutlich größerer Zukauf: 75.244 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 1,72 Euro, abgewickelt über den Handelsplatz Xetra. Innerhalb von 48 Stunden stockte der Vorstandsvorsitzende sein Aktienpaket damit um rund 100.000 Stück auf. Solche Insider-Käufe gelten als Vertrauenssignal, insbesondere wenn sie zeitnah nach Kapitalmaßnahmen des Unternehmens erfolgen.
Auch auf Investorenseite gab es zuletzt Bewegung: Die belgische Versicherungsgesellschaft Patronale Life NV überschritt Mitte März die Meldeschwelle von 3 Prozent und hält nach eigenen Angaben inzwischen 3,05 Prozent der Stimmrechte an 7C Solarparken.
Rückkauf abgeschlossen, Gewinn thesauriert
Die Käufe des CEO fallen in eine Phase, in der 7C Solarparken seine Kapitalstruktur aktiv gestaltet. Mitte Mai schloss das Unternehmen ein freiwilliges öffentliches Aktienrückkaufangebot ab und erwarb dabei insgesamt 1,7 Millionen Aktien zu einem Festpreis von 1,90 Euro je Stück. Auf der Hauptversammlung Anfang Juni beschlossen die Aktionäre zudem, den Bilanzgewinn 2025 in Höhe von 9,2 Millionen Euro vollständig zu thesaurieren. Eine Dividende für das Geschäftsjahr 2025 fällt damit aus – das Unternehmen begründete dies mit der Reinvestition der Mittel in den weiteren Kapazitätsausbau.
Operatives Geschäft übertrifft internen Ausblick
Die zugrunde liegenden Zahlen liefern dafür Argumente. Für das Geschäftsjahr 2025 wies 7C Solarparken ein um 26 Prozent gesteigertes Konzern-EBITDA von 59,6 Millionen Euro aus. Im ersten Quartal 2026 erreichte das EBITDA 7,7 Millionen Euro und lag damit über dem internen Quartalsausblick von 5,9 Millionen Euro, wenngleich der Vorjahreswert von 8,3 Millionen Euro leicht verfehlt wurde. Die Umsatzerlöse sanken im gleichen Zeitraum um 3 Prozent auf 10,3 Millionen Euro bei einer Stromproduktion von 67 Gigawattstunden. Um die Ertragslage für das laufende Jahr abzusichern, hatte das Unternehmen bereits im März Strompreis-Swap-Verträge für eine Kapazität von 100 Megawattpeak für das zweite und dritte Quartal 2026 abgeschlossen.
Kursverlauf und nächste Termine
Die Aktie schloss zuletzt bei 1,76 Euro und liegt damit gut 12 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 2,00 Euro, das Mitte April markiert wurde. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 6,67 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 9,32 Prozent. Der Titel bewegt sich damit nahe seinem 50-Tage-Durchschnitt und deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt, was auf eine intakte mittelfristige Aufwärtstendenz hindeutet. Eine automatisierte Trendanalyse verzeichnete Ende Juli zudem eine Kreuzung der Aktie über die 38-Tage-Linie – ein rein technisches Signal, das die fundamentale Entwicklung allenfalls flankiert.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 23. September 2026: Dann veröffentlicht 7C Solarparken den Halbjahresbericht mit den detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal. Angesichts der jüngsten Insider-Käufe und der bereits umgesetzten Kapitalmaßnahmen dürfte der Bericht zeigen, ob sich die operative Stärke aus dem ersten Quartal fortsetzt.
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