AB Electrolux Aktie: 1.255 Stellen in Anderson weg

Electrolux streicht in South Carolina 1.255 Stellen, um auf Waschmaschinen umzurüsten. Langfristig sollen neue Jobs entstehen.

Die Kernpunkte:
  • Stellenabbau in US-Werk ab Juli
  • Umstellung auf Waschmaschinen-Produktion
  • Neue Jobs ab 2027 geplant
  • Aktie legt trotz Kurseinbrüchen zu

AB Electrolux baut in den USA kräftig um. Am Werk in Anderson, South Carolina, fallen ab Juli 1.255 Stellen weg. Der schwedische Haushaltsgerätehersteller verlagert den Standort von Kühlschränken hin zu Waschmaschinen und Trocknern.

Der Schritt ist Teil einer größeren Neuausrichtung. Electrolux und der chinesische Partner Midea hatten im April ein Joint Venture vereinbart. Daraus entsteht jetzt die Grundlage für die Umrüstung des Werks auf eine stärkere, technisch anspruchsvollere Fertigung.

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Neuer Fokus für Anderson

Die Umstellung soll nicht bei Kürzungen stehen bleiben. Electrolux rechnet damit, am Standort wieder neue Jobs aufzubauen, wenn die Produktion hochfährt. Der Konzern spricht von Fertigungsaufgaben mit höheren Qualifikationsanforderungen.

Geplant ist ein Produktionsstart im ersten Halbjahr 2027. Danach sollen 2027 und 2028 schrittweise rund 1.200 Beschäftigte zurückkehren. Für die Region bleibt das ein harter Einschnitt, auch wenn der Standort langfristig nicht aufgegeben wird.

Aktie reagiert heftig

An der Börse kam die Nachricht zuletzt gut an. Die Electrolux-Aktie schloss am Freitag bei 33,60 SEK und legte an dem Tag um 9,09 Prozent zu. Auf Wochensicht stand ein Plus von 7,69 Prozent.

Der größere Trend sieht anders aus. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie 42,07 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 51,65 Prozent zu Buche. Mit 33,60 SEK notiert der Titel zwar 18,73 Prozent über dem jüngsten Tief von 28,30 SEK, bleibt aber weit vom 52-Wochen-Hoch bei 91,50 SEK entfernt.

Konzern sucht Effizienz

Electrolux passt weltweit Standorte und Organisation an. Der Konzern spricht von einer Optimierung von Fußabdruck und Struktur. Parallel dazu belastet ein schwieriges Marktumfeld mit schwacher Nachfrage und hartem Wettbewerb das Geschäft.

Hinzu kommt ein weiterer Einschnitt in Europa. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, die Produktion im ungarischen Werk Jászberény bis Ende 2026 zu beenden. Dort sind rund 600 Beschäftigte betroffen. Die jüngsten Maßnahmen zeigen: Electrolux schiebt den Umbau des Konzerns jetzt sichtbar an.

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