ABB Aktie: 94,42 Euro Allzeithoch erreicht

ABB-Aktie markiert Rekordhoch dank neuer IE6-Motoren und NVIDIA-Partnerschaft. Analysten sehen Potenzial für weiteres Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • Rekordkurs von 94,42 Euro erreicht
  • Vorstellung des ersten IE6-Motors
  • Ausbau der KI-Kooperation mit NVIDIA
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft

ABB hat ein neues Allzeithoch markiert. Am Dienstag notierte die Aktie bei 94,42 Euro – der höchste Stand seit mindestens 52 Wochen. Einen Tag später folgt eine leichte Konsolidierung: minus 1,17 Prozent auf 93,32 Euro. Kein Wunder. Auf dem Weg nach oben hat der Kurs bereits über 47 Prozent an Wert gewonnen (YTD), in zwölf Monaten sind es sogar 86 Prozent.

Technologie-Offensive mit Signalwirkung

Der jüngste Schub hat handfeste Gründe. ABB präsentierte kürzlich den ersten IE6-Motor (SynRM) für explosionsgefährdete Bereiche – ganz ohne Magnete oder seltene Erden. Die neue Generation spart im Vergleich zu älteren IE3-Modellen deutlich Energie. Das passt in eine Zeit, in der Industriekunden unter Druck stehen, ihre CO₂-Bilanz zu verbessern.

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Parallel dazu baut ABB die Zusammenarbeit mit NVIDIA aus. Stromversorgungssysteme werden künftig als digitale Zwillinge in die Omniverse-DSX-Plattform integriert. Das beschleunigt die Planung und Skalierung von KI-Infrastrukturen. Beide Entwicklungen unterstreichen: ABB will im hart umkämpften Automatisierungsmarkt die Technologieführerschaft ausbauen.

Markt vertraut auf die Strategie

Der RSI liegt bei 65,9 – der Kurs ist angespannt, aber noch nicht überkauft. Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn je Aktie von 3,38 US-Dollar. Gestützt wird die Aktie zudem von einem milliardenschweren Rückkaufprogramm über zwei Milliarden US-Dollar, das der Konzern im Februar ankündigte.

Am 22. Juli 2026 legt ABB die Quartalszahlen für das zweite Quartal vor. Bis dahin bleibt die Frage, ob die neue Motorengeneration und die KI-Partnerschaft ausreichen, um den Kurs auf dem Rekordniveau zu stabilisieren – oder ob die Konsolidierung noch etwas tiefer geht. Die Richtung stimmt. Das Tempo muss ABB nun selbst bestimmen.

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