ABB Aktie: Auftragseingang springt auf 12,04 Milliarden Dollar
ABB meldet Rekordauftragseingang und plant 5,5-Milliarden-Dollar-Zukauf von Rotork zur Stärkung des Industriegeschäfts.

- Rekordauftragseingang von 12,04 Milliarden Dollar
- Umsatz steigt auf 9,48 Milliarden Dollar
- Geplante Übernahme von Rotork für 5,5 Milliarden
- Aktie legt seit Jahresbeginn um 38 Prozent zu
Der Industriekonzern ABB verzeichnete im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Wachstumsbeschleunigung. Getrieben von einer starken Nachfrage in Kernbereichen erreichte der Auftragseingang mit 12,04 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand. Dies entspricht einer Steigerung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel zu den operativen Erfolgen leitet das Unternehmen mit einer milliardenschweren Übernahme den nächsten strategischen Expansionsschritt ein.
Starkes zweites Quartal übertrifft Erwartungen
Die Bilanz für das Ende Juni abgeschlossene Quartal zeigt laut Berichten von Fachmedien wie dem Schweizer Maschinenmarkt eine robuste Entwicklung. Neben dem Rekord bei den Aufträgen kletterte der Umsatz auf 9,48 Milliarden US-Dollar. Die operative EBITA-Marge verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf einen Wert von 20,2 Prozent.
Diese Fortschritte spiegeln sich in der Marktperformance wider. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um 38,23 Prozent zulegen. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 88,16 Euro notiert das Papier zudem signifikant über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage.
Expansion durch Rotork-Übernahme
Ein zentraler Pfeiler der künftigen Wachstumsstrategie ist die geplante Übernahme des britischen Unternehmens Rotork. ABB beabsichtigt, den Spezialisten für Antriebslösungen für rund 5,5 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Das Gebot beläuft sich auf 503 Pence pro Aktie. Die Transaktion soll den technologischen Vorsprung von ABB weiter festigen und das Portfolio in strategisch wichtigen Industriesegmenten ergänzen.
Der Abschluss dieser Übernahme ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Der Zukauf reiht sich in eine Serie von Investitionen ein, mit denen der Konzern seine Marktposition in hochautomatisierten Industriebereichen absichert. Erst kürzlich hatte das Unternehmen durch die Integration weiterer Spezialanbieter sein Profil geschärft.
Branchenboom stützt den Wachstumskurs
Das Marktumfeld präsentiert sich derzeit für Anbieter von Elektro- und Automatisierungstechnik äußerst vorteilhaft. Wettbewerber meldeten zuletzt ebenfalls hohe Zuwächse bei den Auftragseingängen, insbesondere getrieben durch den Ausbau der Stromnetze und den Boom bei Rechenzentren. Siemens Energy verzeichnete beispielsweise im dritten Quartal einen KI-Anteil am Neugeschäft von etwa 20 Prozent.
In diesem dynamischen Umfeld richten sich die Blicke am heutigen Donnerstag auf die indische Tochtergesellschaft. ABB Power Products Systems India veröffentlicht heute ihr aktuelles Zahlenwerk für das vergangene Quartal. Investoren erhoffen sich hierbei weitere Impulse für das Asiengeschäft, das zuletzt durch großvolumige Infrastrukturprojekte in der Region gestützt wurde. So nahm etwa das indische Unternehmen Power Grid erst im Juli ein massives Erneuerbare-Energien-Projekt in Rajasthan in Betrieb, was den anhaltenden Investitionshunger in der Branche unterstreicht.
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