ABB Aktie: Die Spannung steigt

Beim Schweizer Anlagenbauer ABB lebte in den vergangenen Tagen wieder die Spekulation auf, dass sich das Unternehmen bei seiner Reorganisation von seiner Stromnetzsparte trennen könnte.

Schon Mitte Juli hatte ABB-Chef Spiesshofer Ähnliches angedeutet. Die Diskussion selber, ob die Sparte noch in den Konzern passt oder nicht, ist dabei schon einige Jahre alt.

ABB steht neuer Aktionärsfront gegenüber

Bewegung scheint nun deshalb in die Sache gekommen zu sein, weil sich ABB-Großaktionär Investor AB (11% Anteil) augenscheinlich auf die Seite des aktivistischen Investors Cevian geschlagen hat, der 5% hält. Dieser fordert schon seit Jahren eine Abspaltung und einen Verkauf. Cevian dürfte vor allem durch seine derzeitige Rolle bei Thyssenkrupp bekannt sein.

Spartenverkauf umstritten

Umstritten ist, ob ein Spartenverkauf überhaupt einen Mehrwert für Unternehmen und Aktionäre schafft. Denn nach mancher Analystenmeinung könnte selbst ein momentan erwarteter Verkaufserlös von rund 12 Milliarden Dollar nicht signifikant den Unternehmenswert von ABB steigern. Außerdem bliebe fraglich, was der Konzern mit dem Geld überhaupt anstellen könnte. Eine reine Sonderausschüttung an die Aktionäre hätte zumindest nichts von einer nachhaltigen Lösung.

Gelingt ein Ausbruch?

Dennoch sorgen die Spekulationen dafür, dass die Aktie von ABB zuletzt wieder deutlich an Dynamik gewinnen konnte. Mittlerweile ist man auch an der bisherigen Widerstandszone im Bereich von 23,40 Franken angelangt. Noch scheinen die Anleger zu zögern. Doch wenn hier der Durchbrich gelingen würde, könnte es sehr schnell in Richtung 214,60 Franken gehen und dann auch neue Investoren anlocken.

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