ABB Aktie: Marineauftrag von Navantia bis 2028

ABB baut sein Geschäft mit der Marine weiter aus. Der Technologiekonzern hat einen Auftrag des spanischen Schiffbauers Navantia an Land gezogen. Es geht um zwei neue Küsten-Hydrographieschiffe für die spanische Marine.

Technik für zwei Schiffe

ABB liefert für die Einheiten ein auf Gleichstrom basierendes Energieverteilungssystem und die Antriebstechnik. Der Konzern übernimmt auch die Systemintegration der Komponenten. Die Schiffe sollen nach aktuellem Planungsstand 2028 ausgeliefert werden.

Finanzielle Details nannte ABB nicht. Für den Markt ist vor allem etwas anderes wichtig: Der Auftrag passt exakt zu einem Bereich, in dem der Konzern seit Jahren auf wiederkehrende Nachfrage setzt.

Wiederholter Auftrag aus Spanien

Es ist bereits das dritte gemeinsame Projekt von ABB und Navantia innerhalb von drei Jahren. Das spricht für eine enge Zusammenarbeit. Es zeigt auch, dass ABB mit seinen Automatisierungs- und Elektrifizierungslösungen in diesem Segment überzeugt.

Parallel dazu bleibt Marine & Ports ein wichtiger Wachstumspfad. Das Management hatte den Marine- und Hafensektor sowie die Bahninfrastruktur schon zuvor als tragende Säulen des Auftragswachstums bezeichnet. Dazu kommen ähnliche Projekte in internationalen Logistikhubs wie Rotterdam.

Kurs reagiert gelassen

An der Börse bewegt die Nachricht die Aktie nur wenig. Das Papier notiert bei 89,30 Euro und liegt damit leicht unter dem Freitagsschluss von 89,36 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 41 Prozent zugelegt.

Der operative Hintergrund bleibt aber klar. ABB kombiniert im Marinegeschäft Technik, Systemintegration und Elektrifizierung aus einer Hand. Genau diese Breite verschafft dem Konzern in dem Segment Vorteile gegenüber reinen Komponentenlieferanten.

Blick auf die Umsetzung

Spannend wird nun, wie schnell ABB die hohen Auftragsbestände in Umsatz verwandelt. Im ersten Quartal meldete der Konzern erstmals neue Aufträge von mehr als 10 Milliarden US-Dollar. Das setzt die Messlatte für Produktion und Lieferung hoch.

Parallel investiert ABB in Europa weiter in seine Fertigung. Ein Programm über rund 200 Millionen US-Dollar soll in den nächsten drei Jahren die Kapazitäten für Mittelspannungstechnologien stärken. Für ABB ist der Marineauftrag damit weniger ein Einzelfall als ein weiterer Baustein in einem breiter angelegten Ausbau des Elektrifizierungs- und Infrastrukturgeschäfts.

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