ABB Aktie: Platzt der SoftBank-Deal?
Das chinesische Verbot macht den geplanten Verkauf unsicherer; ABB kaufte zugleich weitere eigene Aktien zurück.

- China untersagt Erwerb des Robotikgeschäfts
- Geplanter Verkauf für 5,375 Milliarden US-Dollar
- ABB kaufte 575.000 eigene Aktien zurück
- UBS hielt an Neutral-Einstufung fest
ABB reagiert heute mit einer Kursveränderung von -4,3% auf das chinesische Verbot eines Teils des geplanten Robotikverkaufs an SoftBank. Die Entscheidung stellt die Transaktion infrage. Damit steht für Anleger die Umsetzung des Verkaufs im Mittelpunkt – während ABB parallel weitere Aktienrückkäufe meldet.
China-Entscheidung trifft geplanten Verkauf
ABB bestätigte heute, dass die chinesische Behörde für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen den Erwerb des ABB-Robotikgeschäfts in China durch SoftBank untersagt hat. Darüber berichtete Reuters. Bei der geplanten Transaktion ist SoftBank der Käufer und ABB der Verkäufer.
Der vorgesehene Kaufpreis für das Robotikgeschäft betrug 5,375 Milliarden US-Dollar. Das Verbot betrifft den Erwerb des Geschäfts in China. Es stellt damit die umfassendere Transaktion infrage, ist aber nicht mit einer bestätigten Absage des gesamten Verkaufs gleichzusetzen.
Für die Einordnung ist diese Unterscheidung entscheidend: Fest steht die behördliche Untersagung in China. Die Belastung für ABB ergibt sich daraus, dass damit die Umsetzung des geplanten Geschäfts unsicherer wird. Der Kursrückgang spiegelt diese Sorge wider; auch in der Börsenberichterstattung wurde der Stopp als Belastungsgrund genannt.
Rückkäufe laufen parallel weiter
Unabhängig von der Verkaufsnachricht meldete ABB heute den Rückkauf von 575.000 eigenen Aktien im Zeitraum vom 29. Oktober bis gestern. Seit Beginn des Programms am 9. Februar wurden bis einschließlich gestern insgesamt 12.593.273 Aktien zurückgekauft.
Die Rückkäufe und die chinesische Entscheidung betreffen unterschiedliche Ebenen. Der Erwerb eigener Aktien dokumentiert die Fortsetzung des Programms. Er beseitigt jedoch nicht das regulatorische Hindernis für den Verkauf an SoftBank. Als Gegengewicht zur Transaktionsunsicherheit ist die Rückkaufmeldung deshalb nur begrenzt aussagekräftig.
UBS-Einschätzung stammt von gestern
UBS beließ ABB gestern auf „Neutral“ und nannte ein Kursziel von 88 Franken. Analyst Andre Kukhnin fasste in seiner Studie Erkenntnisse aus einem Gespräch mit ABB-CEO Morten Wierod zusammen.
Die zeitliche Reihenfolge ist für Anleger wichtig: Die Analystenaktion stammt vom Tag vor der heutigen Bestätigung des Verbots. Sie ist daher nicht als neue Bewertung dieser Nachricht zu lesen. Im Zentrum steht heute vielmehr die Frage, welche Konsequenzen die chinesische Untersagung für die geplante Gesamttransaktion hat. Die bestätigten Rückkäufe ändern an dieser offenen Transaktionsfrage nichts.
Stand heute, 5. November: ABB – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in ABB investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 5. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




