ABB Aktie: Rettungsplan für Robotik-Deal

Eine Abtrennung des China-Geschäfts könnte den Verkauf an Softbank ermöglichen; Pekings Zustimmung und Softbanks Zahlungsbereitschaft sind offen.

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Die Kernpunkte:
  • China-Geschäft könnte ausgegliedert werden
  • Softbank treibt mögliche Lösung voran
  • ABB erwägt auch andere Käufer
  • Verkauf für 5,4 Milliarden US-Dollar vereinbart

Der gestoppte Verkauf der Robotiksparte an Softbank ist womöglich noch nicht endgültig vom Tisch. ABB und die Japaner prüfen offenbar Wege, das Geschäft trotz des chinesischen Vetos zu retten. Einer davon: das China-Geschäft herauszulösen.

Ausgliederung als Ausweg

Im Gespräch ist nach Informationen aus Verhandlungskreisen, den chinesischen Teil abzutrennen und als eigenständiges Unternehmen mit anderer Eigentümerstruktur aufzustellen. Treibende Kraft soll vor allem Softbank sein. Eine Einigung ist allerdings keineswegs gesichert, die Bemühungen könnten scheitern.

ABB selbst hält sich weitere Optionen offen. Dazu zählt die Suche nach einem anderen Käufer für die gesamte Robotiksparte. Beide Unternehmen wollten sich zu den Berichten nicht äußern.

Sicherheitsbedenken in Peking

Den Anlass lieferte eine Mitteilung von ABB am vergangenen Donnerstag. Die chinesische Behörde für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen hat die Übernahme des China-Geschäfts untersagt.

Hintergrund sind Berichten zufolge Sicherheitsbedenken. Peking soll befürchten, dass Daten aus der Robotikproduktion ins Ausland abfließen und dort zum Training von KI-Modellen dienen könnten. Genannt werden möglicherweise auch Modelle von OpenAI, an dem Softbank maßgeblich beteiligt ist.

Was auf dem Spiel steht

ABB hatte im Oktober 2025 vereinbart, die Sparte für einen Unternehmenswert von rund 5,4 Milliarden US-Dollar an Softbank zu verkaufen. Das Veto trifft damit einen zentralen Baustein der Konzernstrategie.

Eine abgespaltene China-Einheit würde das Kernproblem womöglich entschärfen, denn die Datenbedenken beträfen dann nicht mehr den neuen Eigentümer. Ob Peking einer solchen Konstruktion zustimmen würde, ist offen.

Auch Softbank müsste bereit sein, für einen Zuschnitt ohne China-Teil zu zahlen, was den Preis beeinflussen dürfte. Ein Alternativverkauf der gesamten Sparte würde dagegen ein neues Bieterverfahren erfordern und den Zeitplan deutlich verlängern.

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