ABO Energy: 16,8-Megawatt-Park verkauft, Inbetriebnahme Q4 2026
Trotz laufender Restrukturierung treibt ABO Energy Wind- und Solarprojekte voran. Die entscheidende Finanzierung für die Sanierung steht jedoch noch aus.

- Windkraft-Ausschreibung mit über 150 Megawatt
- Solarpark Birkholz erhält Tarif
- Verkauf von Windparks zur Liquiditätssicherung
- Rückkehr in Gewinnzone erst 2027 erwartet
ABO Energy kämpft um die Sanierung, bleibt operativ aber handlungsfähig. Genau das ist die Botschaft hinter den jüngsten Projektschritten. Der Projektentwickler bringt Wind- und Solarprojekte voran, während die Finanzierung der Restrukturierung noch offen ist.
Projekte liefern ein wichtiges Signal
Bei der Mai-Ausschreibung für Windkraft in Deutschland hat ABO Energy Projekte mit mehr als 150 Megawatt eingereicht. Möglich wurde das durch die Unterstützung von Finanzierungs- und Geschäftspartnern. Für das Management ist das ein wichtiger Punkt: Das Tagesgeschäft läuft weiter, obwohl die Sanierung viel Kraft bindet.
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Auch im Solargeschäft gab es einen Fortschritt. Für den Solarpark Birkholz in Brandenburg erhielt das Unternehmen einen Tarif. Die Anlage kommt auf 7,8 Megawatt peak.
Dazu kommen Projektverkäufe, die Liquidität stützen sollen. Verkauft wurde ein Windpark in Himmighofen und Kasdorf in Rheinland-Pfalz. Er umfasst vier Anlagen mit zusammen 16,8 Megawatt.
Der Bau dieses Windparks begann Ende 2025. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Auch eine Windkraftanlage in Welterod wurde veräußert.
Sanierung hängt an der Finanzierung
Der operative Fortschritt ändert nichts am Kernproblem. ABO Energy braucht eine tragfähige Restrukturierungsfinanzierung mit den Finanzierungspartnern. Ohne dieses Paket bleibt der Sanierungsplan unvollständig.
Ein erster Entwurf des Sanierungsgutachtens kommt zu einem vorläufig positiven Urteil. Chief Restructuring Officer Britta Hübner nennt ihn einen „Meilenstein auf dem Pfad der Sanierung“. Der Entwurf sieht ABO Energy als sanierungsfähig, knüpft das aber an weitere Schritte.
Ein wichtiger Hebel kam bereits von den Anleihegläubigern. Im März stimmten mehr als 99 Prozent wichtigen Sanierungsbeschlüssen zu. Dazu zählt die Aussetzung der Negativverpflichtung bis Ende 2026.
Diese Zustimmung hilft im Tagesgeschäft. ABO Energy kann wieder Sicherheiten für Projektausschreibungen hinterlegen. Genau das erklärt, warum die Teilnahme an der Windkraft-Ausschreibung mehr ist als eine Randnotiz.
Aktie bleibt unter Druck
Auf der Ergebnisseite bleibt die Lage hart. Ein positives Konzernergebnis für 2026 erwartet das Unternehmen nicht mehr. Beim EBITDA soll die Rückkehr in die Gewinnzone erst 2027 gelingen.
Für 2025 hatte das Management bereits einen Rekordverlust von rund 170 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Wegen des Verlusts der Hälfte des Grundkapitals will ABO Energy kurzfristig eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Das zeigt, wie eng der finanzielle Spielraum geworden ist.
Am Markt ist viel davon eingepreist. Seit Jahresbeginn 2026 hat die Aktie rund 51 Prozent verloren. Zuletzt lag der Kurs bei etwa 5,91 Euro.
Der nächste harte Termin ist Ende Juli 2026. Bis dahin läuft die Stillhaltevereinbarung mit den Kreditgebern. Gelingt bis dahin ein langfristiges Finanzierungspaket, hätte ABO Energy die operative Basis für den nächsten Sanierungsschritt.
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