ABO Energy Aktie: Novva-Verkauf steht noch aus

Drei Windprojekte erhielten Zuschläge; der Verkauf des argentinischen Entwicklungsportfolios an Novva ist noch nicht abgeschlossen.

Die Kernpunkte:
  • Drei Windprojekte mit 102,2 Megawatt bezuschlagt
  • Windparks sollen 2028 und 2029 starten
  • Argentinien-Portfolio umfasst 3,17 Gigawatt
  • Novva-Transaktion wartet auf endgültigen Kaufvertrag

Die Aktie von ABO Energy beendete den Handel am Freitag mit einem Minus von 3,0 Prozent bei einem Kurs von 3,10 Euro. Ein direkter nachrichtlicher Auslöser für diesen Kursrückgang war am Handelstag nicht festzustellen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich damit auf 29,78 Millionen Euro.

Die jüngste Kursbewegung steht im Kontrast zu den operativen Fortschritten der vergangenen Tage. Das Unternehmen meldete zuletzt mehrere wesentliche Weichenstellungen bei Großprojekten im In- und Ausland, die sich an vorangegangene strukturelle Belastungen anschließen.

Zuschläge bei deutscher Windenergie-Ausschreibung

Am 21. September meldete ABO Energy den Erfolg in der August-Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Das Unternehmen sicherte sich Zuschläge für drei Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von 102,2 Megawatt. Die Standorte der geplanten Parks verteilen sich auf die Bundesländer Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Der zeitliche Horizont dieser Vorhaben reicht weit in die Zukunft. Nach Angaben des Unternehmens ist die Inbetriebnahme der geplanten Windparks zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 vorgesehen. Die damit verbundenen Kapazitäten werden somit erst in späteren Geschäftsjahren ans Netz gehen.

Portfoliobereinigung in Argentinien und frühere Belastungen

Bereits am 15. September hatte ABO Energy eine Vereinbarung mit der Novva-Gruppe über die Veräußerung des argentinischen Entwicklungsportfolios getroffen. Das Paket umfasst Projekte in Entwicklung mit einem Gesamtvolumen von 3,17 Gigawatt. Nach einer bestätigenden Due-Diligence-Prüfung soll die Transaktion in den kommenden Monaten durch einen endgültigen Kaufvertrag besiegelt werden.

Diese Schritte folgen auf eine Phase erheblicher Anpassungen. Vor über einem Monat fand eine außerordentliche Hauptversammlung wegen eines Kapitalverlusts statt, in deren Nachgang das Papier um 13,2 Prozent nachgab. Vor gut drei Wochen folgten Vereinbarungen über eine Finanzierungslösung sowie der Verkauf und eine Kooperation bei einem Wasserstoffprojekt, die seinerzeit von Kursabschlägen um 5,6 Prozent und 6,2 Prozent begleitet wurden.

Nach den jüngsten Auktionserfolgen und den Verkaufsplänen in Südamerika richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Umsetzung der Vereinbarungen. Maßgeblich für die weitere operative Entwicklung ist der für die nächsten Monate anvisierte Abschluss mit der Novva-Gruppe.

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