ABO Energy Aktie: Sanierung auf der Kippe

Die Abstimmung der Anleihegläubiger über eine Fristverlängerung entscheidet über die Zukunft von ABO Energy. Anlegerschützer kritisieren den Zeitplan und warnen vor einem Blankoscheck.

Die Kernpunkte:
  • Abstimmung über Verzicht auf Gläubigerrechte läuft
  • SdK warnt vor Vertrauensvorschuss ohne Gutachten
  • Konzernverlust von 170 Millionen Euro für 2025
  • Ergebnis entscheidet über Sanierungsplan

Für den Projektentwickler ABO Energy (ehemals ABO Wind) geht es in diesen Stunden um die finanzielle Zukunft. Die Anleihegläubiger entscheiden aktuell über eine überlebenswichtige Atempause, doch Anlegerschützer warnen eindringlich vor einem „Blankoscheck“. Scheitert die Einigung, gerät der gesamte Sanierungsplan nach dem historischen Verlustjahr ins Wanken.

Widerstand der Anlegerschützer

Die Abstimmung der Anleihegläubiger läuft seit gestern und endet morgen, den 12. Februar. Das Management fordert den Verzicht auf Kündigungsrechte und die Aufhebung von Negativverpflichtungen. Dies ist die zwingende Voraussetzung, um die bereits mit den Banken ausgehandelte Stillhaltefrist bis März 2026 effektiv nutzen zu können.

Doch das Vorgehen stößt auf harsche Kritik. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) bemängelt den Zeitplan massiv. Die Gläubiger sollen weitreichende Rechte abtreten, noch bevor das versprochene Sanierungsgutachten überhaupt vorliegt. Investoren werden faktisch dazu gedrängt, der Unternehmensführung einen Vertrauensvorschuss zu gewähren, ohne die Tragfähigkeit der geplanten Rettungsmaßnahmen prüfen zu können.

Die 170-Millionen-Lücke

Der enorme Druck resultiert aus einer drastischen finanziellen Schieflage. Statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns erwartet ABO Energy für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernverlust von rund 170 Millionen Euro.

Verantwortlich für diesen Absturz sind laut Unternehmen vor allem externe Faktoren. Ein schwieriges Marktumfeld, insbesondere überzeichnete Wind-Auktionen in Deutschland mit sinkenden Einspeisevergütungen, sowie notwendige Sonderabschreibungen haben die Bilanz verhagelt.

Das Ergebnis der Gläubigerabstimmung wird kurz nach Fristende am 12. Februar erwartet und entscheidet darüber, ob der Weg für die Sanierung frei ist oder das Management unter noch größerem Druck neu verhandeln muss.

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