ABO Energy Aktie: Zinspause trifft Anleihegläubiger!
Während Gespräche über eine Neuordnung der Finanzierung laufen, bleibt der operative Betrieb laut ABO Energy unbeeinträchtigt.

- Zinszahlung von rund 3,125 Millionen Euro ausgesetzt
- Gespräche mit wichtigen Finanzierungsgläubigern laufen
- Restrukturierung soll mehrere Kapitalgeber einbeziehen
- Zinsausfall begründet laut Bedingungen kein Kündigungsrecht
ABO Energy hat gestern die anstehende Zinszahlung auf seine nachrangige Anleihe ausgesetzt. Betroffen sind rund EUR 3,125 Mio., die das Unternehmen wegen laufender Verhandlungen über ein umfassendes Restrukturierungskonzept nicht auszahlt. Die Aktie stieg am Freitag um 11%; einen Zusammenhang zwischen der Kursbewegung und der Mitteilung stellte das Unternehmen nicht her.
Restrukturierung soll mehrere Kapitalgeber einbeziehen
Nach Angaben von ABO Energy laufen die Gespräche mit wesentlichen Finanzierungsgläubigern. Das angestrebte Restrukturierungskonzept soll Beiträge unterschiedlicher Kapitalgeber umfassen: Neben den Anleihegläubigern sollen sich weitere Fremdkapitalgeber und die Aktionäre beteiligen. Damit richtet sich das Konzept nach Darstellung des Unternehmens an mehrere Gruppen seiner Kapitalgeber.
Die ausgesetzte Zahlung betrifft die nachrangige Anleihe 2024/2029 mit einem ausstehenden Gesamtnennbetrag von EUR 80 Mio. Der Zinssatz beträgt 7,75 % pro Jahr.
Die Zinsen sind für den 8. November 2026 fällig und am 9. November 2026 zahlbar. ABO Energy hat die Aussetzung somit vor dem vorgesehenen Zahlungstermin erklärt.
Anleihebedingungen sehen kein Kündigungsrecht vor
Für die Anleihegläubiger verweist ABO Energy auf eine ausdrückliche Regelung in den Anleihebedingungen: Die Nichtzahlung der Zinsen begründe kein Kündigungsrecht. Diese Aussage bezieht sich auf die ausbleibende Zinszahlung und deren vertragliche Folgen für die Gläubiger.
Zum operativen Geschäft erklärte das Unternehmen, es sei von der Aussetzung nicht betroffen. ABO Energy bezog diese Aussage insbesondere auf Kunden, Lieferanten und die Belegschaft. Die Unternehmensangaben betreffen damit sowohl die vertragliche Behandlung der ausgesetzten Zinsen als auch deren Auswirkungen auf den laufenden Betrieb.
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