Adesso Aktie: 41 Prozent Minus seit Jahresanfang
Adesso steigert den Umsatz im ersten Quartal 2026 um 13 Prozent, die Aktie fällt jedoch auf ein Jahrestief. Analysten sehen Potenzial bei verbesserter Auslastung.

- Umsatzwachstum von 13 Prozent
- Aktie erreicht 52-Wochen-Tief
- Schwache Auslastung belastet
- Jahresprognose unverändert bestätigt
Starke Quartalszahlen, schwacher Kurs: adesso meldet für das erste Quartal 2026 solides Wachstum — doch die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief von 53,10 Euro. Seit Jahresanfang hat das Papier fast 41 Prozent verloren.
Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 13 Prozent auf gut 398 Millionen Euro. Besonders stark wuchsen die Bereiche Utilities und Insurance mit jeweils rund 30 Prozent. Das internationale Geschäft legte um 15 Prozent zu. Adesso gründete eine neue Tochtergesellschaft in Griechenland über ein Joint Venture.
Auslastung bleibt das zentrale Problem
Die Kapazitätsauslastung blieb im ersten Quartal schwach. Das Unternehmen führt das auf intensiven Wettbewerb und typische Startquartal-Effekte zurück. Ab Ende März sei eine Trendwende erkennbar — im zweiten Quartal soll sich die Auslastung leicht verbessern.
Jefferies-Analyst Henrik Paganetty lobte die Quartalszahlen als „gut“, wies aber auf die schwache Auslastung hin. Er kritisierte zudem, dass das Segment IT Solutions die Gesamtprofitabilität belaste.
Jahresprognose bestätigt, Analysten uneins
Die Jahresziele bleiben unverändert: Umsatz zwischen 1,6 und 1,7 Milliarden Euro, EBITDA zwischen 130 und 150 Millionen Euro. Bis Ende des ersten Quartals erreichte adesso 23 bis 25 Prozent des Jahresumsatzziels und 18 bis 21 Prozent der EBITDA-Spanne.
Berenberg-Analyst Wolfgang Specht hob den soliden Jahresstart hervor und behält sein Kursziel von 128 Euro sowie die Empfehlung „Buy“. Warburg Research dagegen senkte das Kursziel im April von 150 auf 107 Euro — beließ die Einstufung aber ebenfalls bei „Buy“.
Auf der German Spring Conference in Frankfurt präsentierte CFO Michael Knopp am 11. und 12. Mai die Ergebnisse vor Investoren und Analysten. Mit Kurszielen zwischen 107 und 128 Euro sehen alle drei Analysten erhebliches Aufholpotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von 53,10 Euro — sofern die Auslastung im Jahresverlauf tatsächlich anzieht.
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