Adesso Aktie: Starker Jahresauftakt

Adesso übertrifft im ersten Quartal 2026 die Erwartungen mit Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Turnaround ist geschafft, die Jahresziele bleiben bestehen.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt organisch um 13 Prozent
  • EBITDA verbessert sich um 58 Prozent
  • Konzerngewinn von 2,7 Millionen Euro
  • Jahresprognose trotz Konjunktursorgen bestätigt

Mitten in einer lahmenden deutschen Konjunktur liefert Adesso ein erstes Quartal 2026, das sich sehen lassen kann. Umsatz, Ergebnis und Jahresprognose — alles zeigt in die richtige Richtung.

Zahlen überzeugen trotz Gegenwind

Der Umsatz kletterte zwischen Januar und März um 13 Prozent auf 398,1 Millionen Euro — vollständig aus eigener Kraft, ohne Zukäufe. Besonders bemerkenswert: Die Kopfzahl der Belegschaft wuchs mit plus 10 Prozent langsamer als der Erlös. Das schlägt sich direkt in der Profitabilität nieder.

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Das EBITDA sprang von 17,1 auf 27,0 Millionen Euro — ein Plus von knapp 58 Prozent. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 4,9 auf 6,8 Prozent. Unterm Strich steht ein Konzerngewinn von 2,7 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 7,3 Millionen Euro zu Buche schlug. Der Turnaround ist damit klar vollzogen.

Wachstumsmotor waren vor allem zwei Branchen: Das Geschäft mit Energieversorgern legte um 31 Prozent zu, der Versicherungssektor wuchs um 30 Prozent. Schwächer lief es dagegen im Automotive-Bereich, der unter dem Vorjahreswert blieb. SAP-Projekte und das aufstrebende Feld der agentischen Softwareentwicklung entwickelten sich laut Unternehmensangaben als weitere Treiber.

Jahresprognose bleibt unangetastet

Trotz der massiv gesenkten Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft — der Iran-Krieg hat die Prognosen dort halbiert — hält das Management an seinen Zielen fest. Für 2026 peilt Adesso einen Umsatz zwischen 1,6 und 1,7 Milliarden Euro sowie ein EBITDA von 130 bis 150 Millionen Euro an.

Nach dem ersten Quartal sind 23 bis 25 Prozent des angestrebten Jahresumsatzes erreicht — beim EBITDA erst 18 bis 21 Prozent der Spanne. Das ist kein Alarmsignal, sondern strukturell bedingt: Im zweiten Halbjahr 2026 stehen neun Arbeitstage mehr zur Verfügung als in der ersten Jahreshälfte. Der Großteil der Ergebnisbeiträge fließt traditionell in den letzten Monaten des Jahres.

Schwächer als erhofft zeigte sich zum Jahresstart die Auslastung der Mitarbeitenden — ein klassisches Anlaufphänomen. Erst zum Ende des März zeichnete sich eine Trendwende ab. Für das zweite Quartal rechnet Adesso mit einer leichten Verbesserung, für den weiteren Jahresverlauf mit mindestens stabilen Werten. Auch erste Impulse aus dem öffentlichen Sektor zeichnen sich für die kommenden Monate ab — ein Segment, das im ersten Quartal mit nur 5 Prozent Plus noch vergleichsweise schwach wuchs.

International gibt es ebenfalls Bewegung: In Griechenland wurde per Joint Venture eine neue Landesgesellschaft gegründet — nach Belgien, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Auslandsgeschäft wuchs mit 15 Prozent sogar etwas stärker als das Deutschlandgeschäft.

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