Adidas Aktie: 268.915 Aktien zurückgekauft

Adidas präsentiert Q2-Zahlen nach WM-Finale mit maximaler Markenpräsenz. Analysten erwarten Gewinnwachstum, Aktienrückkauf läuft weiter.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am 30. Juli erwartet
  • WM-Finale als Marketingplattform genutzt
  • Analysten prognostizieren Gewinnanstieg
  • Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt

Am 30. Juli veröffentlicht der Konzern seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 – nur wenige Tage nachdem das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien der Marke eine der größten Werbebühnen des Sports beschert hat. Adidas ist Ausrüster beider Finalisten und zugleich offizieller Balllieferant des Turniers, wie das Ministry of Sport berichtet. Für den Konzern bedeutet das maximale Sichtbarkeit in einem Moment, in dem die weltweite Aufmerksamkeit für Fußball ihren Höhepunkt erreicht.

Die Aktie notiert aktuell bei 181,45 Euro und liegt damit über den vergangenen 30 Tagen um 4,25 Prozent im Plus. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 204,40 Euro, erreicht im Juli 2025, fehlen dem Papier noch 11,23 Prozent – ein Abstand, der zeigt, dass trotz der jüngsten Erholung noch Luft nach oben besteht.

Analysten blicken auf die Quartalszahlen

Im Vorfeld der Halbjahresberichterstattung bewertete JPMorgan Chase & Co. die Adidas-Aktie am 17. Juli 2026 mit „Overweight“, wie ein Bericht auf einem Schweizer Finanzportal festhielt. Die Einschätzung des Analysehauses fällt damit unmittelbar vor die für den 30. Juli angesetzte Zahlenvorlage.

Der Marktkonsens rechnet für das zweite Quartal 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 2,38 Euro, nach 2,07 Euro im Vorjahresquartal. Beim Umsatz erwarten Analysten Medienberichten zufolge rund 6,45 Milliarden Euro. Sollten sich diese Schätzungen bestätigen, würde das auf ein deutliches Ergebniswachstum gegenüber dem Vorjahr hindeuten – die tatsächlichen Zahlen liegen jedoch erst am Monatsende vor.

Rückkaufprogramm läuft unvermindert weiter

Parallel zur operativen Entwicklung treibt Adidas sein Aktienrückkaufprogramm voran. In einer über EQS News veröffentlichten Zwischenmeldung bestätigte der Konzern, im Zeitraum vom 6. bis 10. Juli 2026 insgesamt 268.915 eigene Aktien zu einem volumengewichteten Durchschnittskurs von rund 183,50 Euro erworben zu haben. Es handelt sich um die dritte Zwischenmeldung zur zweiten Tranche des Rückkaufprogramms 2026 – ein Signal, dass der Konzern trotz der laufenden Marketingoffensive rund um die WM an seiner Kapitalrückführung festhält.

Auch auf Insiderseite gab es Bewegung, wenngleich mit deutlich geringerem Volumen als zunächst kolportiert: Ende März 2026 schloss die Beteiligungsgesellschaft NNS Holding von Nassef Sawiris eine Short-Put-Position auf Adidas-Aktien im Volumen von rund 4,6 Millionen Euro zu einem Durchschnittspreis von 133,00 Euro, wie aus einer bei der BaFin veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Es handelte sich dabei nicht um einen direkten Aktienkauf, sondern um die Auflösung einer Derivateposition – zu einem Zeitpunkt, als die Aktie deutlich unter ihrem aktuellen Niveau notierte.

Marketingoffensive begleitet das Turnier

Schon Anfang Juli war in den USA die heiße Phase der „Home of Soccer“-Kampagne gestartet, mit Aktivierungen in Los Angeles, New York und New Jersey rund um das Fan-Erlebnis zur Weltmeisterschaft. Die Kampagne lief zeitlich auf das Finale zwischen Spanien und Argentinien zu, das dem Konzern durch die Doppelrolle als Ausrüster beider Finalisten und als Balllieferant eine seltene Konstellation maximaler Markenpräsenz verschaffte.

Für Investoren verdichten sich damit zwei Ereignisse zu einem engen Zeitfenster: die sportliche Bühne der WM, die kurzfristig Aufmerksamkeit und potenziell Umsatzimpulse liefert, und die Quartalsvorlage am 30. Juli, die zeigen wird, ob sich diese Dynamik bereits in harten Zahlen niederschlägt. Bis dahin bleibt der Rückkauf eigener Aktien der greifbarste Beleg dafür, dass der Konzern selbst Vertrauen in die eigene Bewertung setzt.

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