Adidas Aktie: 400 Millionen Euro Zollbelastung
US-Importzölle belasten Adidas mit 400 Millionen Euro, Hoffnung auf teilweise Rückerstattung. Aktie notiert 34% unter Jahreshoch.

- Kursverlust von 34 Prozent in zwölf Monaten
- US-Zölle belasten mit 400 Millionen Euro
- Hoffnung auf 300 Millionen Zollrückerstattung
- Analysten uneins über Aktienbewertung
Fast ein Drittel des Kurswertes ist binnen zwölf Monaten verschwunden. Die Adidas-Aktie notiert rund 34 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 223,50 Euro — und auch das operative Umfeld bleibt belastet.
Zölle kosten, Supreme Court könnte entlasten
Der größte Bremsklotz kommt aus Washington. Wechselkursschwankungen und US-Importzölle dürften das Ergebnis im laufenden Jahr mit rund 400 Millionen Euro belasten. CEO Bjørn Gulden setzt dagegen auf eine mögliche Entlastung: Nach einer Entscheidung des US Supreme Court besteht die Aussicht auf Zollrückerstattungen von etwa 300 Millionen Euro. Gulden äußerte sich zuversichtlich — ein vollständiger Ausgleich wäre es dennoch nicht.
Die Laufschuh-Sparte wächst weiter stark, gestützt durch Produkte wie den Adizero Adios Pro Evo 3. Das reicht bislang nicht, um den Gegenwind aus dem Makroumfeld zu kompensieren.
Chartbild: Zwischen 50- und 200-Tage-Linie
Zum Wochenschluss am Freitag verlor die Aktie weitere 2,19 Prozent auf 147,40 Euro. Der Kurs liegt damit rund 8 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 160,54 Euro, aber noch knapp vier Prozent über dem 50-Tage-Schnitt bei 141,33 Euro. Seit Jahresanfang beträgt das Minus 12,5 Prozent.
Anfang Mai hatte ein neues 4-Wochen-Hoch kurzfristig ein technisches Kaufsignal generiert — das verpuffte rasch wieder.
Analysten halten mehrheitlich an Kaufempfehlung fest
Die Stimmung unter Analysten ist gespalten. Deutsche Bank, UBS und Jefferies empfehlen die Aktie zum Kauf. Berenberg bleibt bei „Hold“, Goldman Sachs und RBC Capital Markets urteilen neutral. Das Vertrauen in die strategische Positionierung des Konzerns steht — die Frage ist, wann das operative Umfeld mitzieht.
Mit einem RSI von 60,8 ist die Aktie technisch nicht überkauft, die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 42 Prozent zeigt aber, wie nervös der Markt bleibt. Das April-Tief bei 130,60 Euro ist die nächste relevante Unterstützung, sollte der Abgabedruck wieder zunehmen.
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