Adidas Aktie: Achtung, Abwärtsstrudel!
Adidas meldet Rekordumsatz und -gewinn für 2025, doch eine überraschend niedrige Gewinnprognose für 2026 führt zu massiven Kursverlusten. US-Zölle und Währungseffekte drücken die Marge.

- Rekordgewinn von 1,34 Milliarden Euro im Jahr 2025
- Gewinnprognose für 2026 deutlich unter Analystenerwartungen
- US-Zölle und Wechselkurse belasten Ergebnis um 400 Mio. Euro
- Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief nach Bekanntgabe
Der Sportartikelhersteller liefert für das abgelaufene Jahr historische Bestmarken ab, erntet an der Börse jedoch einen herben Abverkauf. Eine unerwartet schwache Gewinnprognose für 2026 überschattet die jüngsten Erfolge vollständig. US-Zölle und Währungseffekte zwingen das Management zu spürbaren Abstrichen, die Anleger auf dem falschen Fuß erwischen.
Mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro und einem Gewinnsprung auf 1,34 Milliarden Euro schloss Adidas 2025 glänzend ab. Die Freude währte allerdings nur kurz. Für 2026 stellt das Unternehmen lediglich einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Das verfehlt den Analystenkonsens von 2,72 Milliarden Euro um rund 15 Prozent und schickte den Kurs zeitweise massiv in die Tiefe.
Ursachen für den Margendruck
Verantwortlich für den getrübten Ausblick sind vor allem drei Faktoren. Höhere US-Zölle auf Importe aus Asien und ungünstige Wechselkurse belasten das Ergebnis im laufenden Jahr voraussichtlich mit 400 Millionen Euro. Gleichzeitig drücken steigende Lohnkosten in Produktionsländern wie Vietnam und Bangladesch die Rentabilität. Die angepeilte operative Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent bleibt damit deutlich unter dem selbst gesteckten Zielwert von zehn Prozent.
An der Börse hinterlässt die gekappte Prognose tiefe Spuren. Zum Wochenschluss rutschte der Titel auf exakt 138,30 Euro ab und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust mittlerweile auf knapp 18 Prozent.
Management steuert gegen
Um das Vertrauen der Investoren zu stabilisieren, setzt der Aufsichtsrat auf personelle Kontinuität und verlängerte den Vertrag von CEO Bjørn Gulden vorzeitig bis Ende 2030. Zudem sollen Aktionäre durch eine um 40 Prozent angehobene Dividende von 2,80 Euro je Anteilsschein sowie ein laufendes Milliarden-Aktienrückkaufprogramm bei Laune gehalten werden. Mittelfristig stuft die Führungsebene die aktuellen Belastungen als temporär ein und plant für die Jahre 2027 und 2028 wieder mit spürbarem Wachstum, angetrieben durch eine Expansion in Nordamerika und China.
Der nächste konkrete Prüfstein für diese Strategie folgt am 29. April 2026 mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal. Dann muss das Management belegen, wie effektiv die geplanten Optimierungen der Lieferkette und der Ausbau des margenstärkeren Direktvertriebs den bestätigten Gegenwind durch Zölle und Währungseffekte abfedern können.
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