Adidas Aktie: Bank of America senkt Kursziel auf 156 Euro

Bank of America reduziert das Adidas-Kursziel auf 156 Euro, während RBC an 200 Euro festhält. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn 16 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Bank of America kürzt Adidas-Kursziel
  • RBC bestätigt positive Adidas-Einschätzung
  • Zweites Quartal verfehlt Gewinnerwartungen
  • IT-Team in Indien wird verkleinert

Die Aktie von Adidas bleibt an den Märkten unter spürbarem Abgabedruck. Am Donnerstag reagierte die US-Bank Bank of America auf das veränderte Umfeld und stutzte das Kursziel für den Sportartikelhersteller von zuvor 184 Euro auf nun 156 Euro zurück.

Die Einstufung beließ das Institut auf „Neutral“. Am Freitag verabschiedete sich das Papier mit einem Abschlag von 1,0 Prozent bei 141,25 Euro ins Wochenende. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus im Kurszettel auf 16 Prozent.

Analysten uneins über weiteres Potenzial

Die deutliche Zielsenkung der Bank of America markiert einen Dämpfer für die Erwartungen an eine rasche Neubewertung der Aktie. Die Zurückhaltung spiegelt die Skepsis wider, mit der Teile des Marktes die Geschäftsentwicklung des Sportartikelkonzerns begleiten. Das neue Kursziel von 156 Euro lässt nur noch begrenzten Spielraum nach oben.

Nicht alle Häuser teilen diesen vorsichtigen Blickwinkel. Die kanadische Bank RBC hielt am 11. September an ihrer positiven Haltung fest. Das Institut beließ die Einstufung für Adidas auf „Outperform“ und bestätigte das Kursziel von 200 Euro. Damit klafft unter den Analysten eine beträchtliche Lücke hinsichtlich der mittelfristigen Ertragsaussichten des Konzerns.

Licht und Schatten im Zahlenwerk

Hintergrund der anhaltenden Nervosität unter den Investoren sind die durchwachsenen Signale aus dem operativen Geschäft. Medienberichten zufolge hatten die Marktteilnehmer die Aktie nach einer Gewinnverfehlung im zweiten Quartal 2026 um 19 Prozent abgestraft. Die Verfehlung beim Ergebnis wog für die Anleger schwerer als die gleichzeitige Zuversicht auf der Erlösseite.

Adidas hatte im Zuge der Zahlenvorlage die Jahresumsatzprognose für 2026 angehoben. Der Konzern rechnet seither währungsbereinigt mit einem Erlöswachstum von 9 bis 10 Prozent. Das Ziel für das operative Ergebnis bestätigte das Management bei 2,3 Milliarden Euro. Dennoch mahnt die Marktreaktion, dass Anleger vor allem auf die tatsächliche Profitabilität achten.

Umbau in der IT-Organisation

Parallel zur Bewältigung der Markterwartungen arbeitet der Konzern an seinen internen Strukturen. Laut Reuters reduzierte Adidas am Mittwoch mehrere Stellen in seinem indischen Technologie-Team. Die Maßnahme diene der Vereinfachung der Organisation. Nach Unternehmensangaben betrifft der Stellenabbau weniger als 20 Prozent der Einheit vor Ort.

Der Schritt verdeutlicht das Bestreben, Abläufe straffer aufzustellen und Kostenstrukturen zu bereinigen. Für die Aktionäre rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie zügig die eingeleiteten Anpassungen greifen und ob die Jahresziele für 2026 erreicht werden können.

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