Adidas Aktie: Gewinnprognose ist nach oben geschraubt
Adidas steigerte den Quartalsumsatz; UBS sieht Risiken für Wachstum und Marge und reduzierte ihre Bewertung der Aktie.

- Drittes Quartal mit 7,25 Milliarden Euro Umsatz
- Betriebsergebnis erreicht 1,01 Milliarden Euro
- Adidas hebt Jahresausblick für 2026 an
- UBS senkt Empfehlung und Kursziel
Bei Adidas stehen starke Geschäftszahlen und skeptische Wachstumserwartungen nebeneinander. Die Aktie gewinnt heute 2,8%; Medienberichten zufolge stützen die Rekordergebnisse und der angehobene Jahresausblick die Kursstärke. Für Anleger liegt die entscheidende Unterscheidung zwischen dem bereits erreichten Ergebnisniveau und dessen weiterer Entwicklung. Genau dort setzt die jüngste Kritik von UBS an.
Rekordergebnis als Rückhalt
Adidas hatte vor rund zwei Wochen einen Rekordumsatz gemeldet und die Gewinnprognose angehoben. Im dritten Quartal 2026 erreichte der Umsatz 7,25 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis betrug 1,01 Milliarden Euro.
Die Zahlen liefern einen konkreten Rückhalt für die positive Börsenreaktion. Dabei geht es nicht allein um den Umsatzrekord: Auch der höhere Ergebnisausblick gehört zu den Gründen, denen die jüngste Kursstärke zugeschrieben wird. Die operative Bilanz und die Erwartungen an das Gesamtjahr wirken damit zusammen.
Für 2026 erwartet Adidas ein Betriebsergebnis von rund 2,5 Milliarden Euro. Diese Zahl ist eine Unternehmensprognose und kein bereits erzieltes Jahresergebnis.
Der Unterschied ist für die Einordnung wichtig. Die Quartalszahlen beschreiben die erreichte Geschäftsentwicklung, während der Jahresausblick eine Erwartung formuliert. Ein starkes Quartal und eine höhere Prognose beantworten deshalb nicht automatisch die Frage nach dem anschließenden Wachstumstempo.
Beim währungsbereinigten Umsatz rechnet Adidas im Gesamtjahr mit einem Wachstum von 9 bis 10 Prozent.
UBS richtet den Blick auf Wachstumsrisiken
Die Gegenposition zur positiven Kursreaktion kommt von UBS. Das Analysehaus richtet seine Kritik auf nachlassendes Wachstum und Margendruck. Damit stehen nicht dieselben Aspekte im Vordergrund wie bei der vom Rekordergebnis getragenen Börsenreaktion.
Am Dienstag stufte UBS Adidas von einer neutralen Einschätzung auf eine Verkaufsempfehlung herab. Gleichzeitig senkte das Haus sein Kursziel von 160 auf 156 Euro.
Die Herabstufung verdeutlicht den Kern der unterschiedlichen Bewertungen: Gute gemeldete Ergebnisse können mit einer vorsichtigen Einschätzung der weiteren Entwicklung zusammenfallen. Für Anleger stehen damit zwei belegte Signale nebeneinander.
Adidas hat seinen Ergebnisausblick erhöht; UBS gewichtet die Risiken für Wachstum und Marge stärker. Der heutige Kursanstieg zeigt eine positive Marktreaktion, widerlegt für sich genommen aber nicht die Einwände des Analysehauses.
Stand heute, 5. November: Adidas – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Adidas investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 5. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




