Adidas Aktie: Harte Landung

Trotz Rekordjahr 2025 senkt Adidas die Gewinnerwartung für 2026 deutlich. US-Importzölle und Wechselkurse belasten das Ergebnis um 400 Millionen Euro.

Die Kernpunkte:
  • Gewinnprognose für 2026 verfehlt Analystenerwartungen
  • US-Zölle und Dollar-Kurs kosten 400 Millionen Euro
  • Dividende steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro
  • Aktienkurs fällt auf neues 52-Wochen-Tief

Nach einem glänzenden Rekordjahr 2025 holt die harte Realität den Sportartikelhersteller ein. Neue US-Zölle und ein schwacher Dollar zwingen das Management zu einer unerwartet vorsichtigen Gewinnprognose. Auf der heute endenden Investoren-Roadshow versucht die Führungsriege nun, die enttäuschten Erwartungen des Marktes zu moderieren.

Der Auslöser für die aktuelle Verstimmung liegt in der Diskrepanz zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zwar glänzte Adidas 2025 noch mit einem Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro und einem deutlichen Gewinnsprung. Das für 2026 angepeilte operative Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro verfehlt den Analystenkonsens jedoch um rund 15 Prozent. Verantwortlich dafür sind laut Unternehmensangaben vor allem strukturelle Herausforderungen durch US-Importzölle auf asiatische Produktionsgüter sowie ungünstige Wechselkurse. Diese Faktoren dürften das Ergebnis um 400 Millionen Euro schmälern. Die Quittung der Anleger folgte prompt: Der Kurs rutschte gestern auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 140,25 Euro ab. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust der Aktie damit auf über 16 Prozent.

Kapitalgeschenke gegen den Frust

Um den Abwärtsdruck zu lindern, setzt der Konzern auf lukrative Kapitalrückführungen. Die Dividende soll um kräftige 40 Prozent auf 2,80 Euro je Anteilsschein steigen. Parallel läuft ein aus dem operativen Cashflow finanziertes Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro, dessen erste Tranche bereits abgeschlossen ist. Diese Maßnahme reduziert die Zahl der ausstehenden Papiere und stützt den Gewinn je Aktie rechnerisch. Kontinuität an der Spitze soll zudem Vertrauen schaffen: Der Vertrag von CEO Bjørn Gulden wurde vorzeitig bis Ende 2030 verlängert.

Fokus auf das erste Quartal

Trotz der kurzfristigen Gegenwinde hält Adidas an seinen mittelfristigen Ambitionen fest. Für den Zeitraum bis 2028 plant das Management ein jährliches Gewinnwachstum im mittleren Zehnprozentbereich. Wichtige Impulse sollen dabei aus Nordamerika und China kommen.

Ein erster Beleg für die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells wird am 29. April fällig. An diesem Tag präsentiert der Konzern die Zahlen für das erste Quartal und muss konkrete Daten liefern, dass sich die Bruttomarge im wichtigen Direktvertrieb gegen die neuen Zollbelastungen behaupten kann.

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