Adidas Aktie: Insider setzen ein Zeichen

Zwei Unternehmensinsider von Adidas haben Aktien im Wert von über 11 Millionen Euro nahe dem 52-Wochen-Tief erworben, während Analysten ein deutliches Kurspotenzial sehen.

Die Kernpunkte:
  • Finanzvorstand und Aufsichtsratsnahe kaufen groß ein
  • Analysten sehen über 50 Prozent Kurspotenzial
  • Neues DFB-Trikot übertrifft Verkaufserwartungen
  • Q1-Zahlen Ende April als nächster Stimmungstest

Während Nike mit schwachen Quartalszahlen kämpft, zeigt sich Adidas vergleichsweise stabil. Interessanter als die relative Kursstärke ist jedoch, was hinter den Kulissen passiert: Gleich zwei Insider griffen zuletzt in unmittelbarer Nähe des 52-Wochen-Tiefs zu — und das in erheblichem Umfang.

Millionenkäufe nahe dem Jahrestief

Finanzvorstand Harm Ohlmeyer erwarb am 24. März eigene Anteile im Wert von rund 332.000 Euro. Nur zwei Tage später folgte ein weitaus größerer Kauf: Die NNS Holding (Cyprus) Limited, eine dem Aufsichtsrat nahestehende Gesellschaft, meldete Transaktionen über rund 11,1 Millionen Euro — zu einem Durchschnittskurs von 133,00 Euro. Beide Käufe erfolgten kurz vor dem 52-Wochen-Tief bei 131,55 Euro und signalisieren, dass zumindest Unternehmensnahe das aktuelle Kursniveau als attraktiv einstufen.

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Das ist bemerkenswert, denn der Gegenwind ist real. US-Zölle und ungünstige Wechselkurse könnten das operative Ergebnis 2026 mit bis zu 400 Millionen Euro belasten. Und mit rund 19 Prozent im Minus seit Jahresbeginn notiert die Aktie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 166 Euro.

Analysten und Quartalszahlen im Blick

Auf Analystenebene überwiegt trotzdem Optimismus: Neun von 15 Experten empfehlen den Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 205,53 Euro — was gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 135 Euro ein Potenzial von über 50 Prozent bedeutet. Bernstein Research bleibt mit einem Kursziel von 255 Euro und „Outperform“-Rating am bullishsten, gestützt auf strukturelle Wachstumstrends und positive Entwicklungen im China-Geschäft. Die Berenberg Bank senkte ihr Ziel zuletzt auf 190 Euro, bleibt damit aber ebenfalls klar im positiven Bereich.

Auf der Produktseite liefert das neue DFB-Auswärtstrikot einen unerwarteten Lichtblick: Der Verkaufsstart übertraf laut Unternehmensangaben die Erwartungen und übertrifft sogar die Nachfrage zur Europameisterschaft 2024.

Den nächsten konkreten Stimmungstest liefern die Q1-Zahlen am 29. April 2026. Sie werden zeigen, ob die angestrebte Bruttomargen-Erholung trotz des schwierigen Umfelds auf Kurs ist. Am 7. Mai folgt die Hauptversammlung, auf der über eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 abgestimmt wird.

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