Adidas Aktie: Marge bleibt das Problem

Adidas verschiebt das Ziel einer 10-Prozent-EBIT-Marge auf 2027/28 und plant trotz operativer Herausforderungen hohe Ausschüttungen an Aktionäre.

Die Kernpunkte:
  • Ziel einer 10-Prozent-Marge erst 2027/28 erreichbar
  • Hohe Ausschüttungen von rund 1,5 Milliarden Euro geplant
  • Aktienkurs notiert nahe 52-Wochen-Tief
  • Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich erwartet

Auf einer Roadshow durch Dublin, Stockholm und Edinburgh wirbt Adidas derzeit um Investorenvertrauen. Die Botschaft: Das Unternehmen ist auf Kurs. Das Chartbild erzählt eine andere Geschichte.

Zweistellige Marge erst 2027/28

Das eigentlich ambitionierte Ziel einer EBIT-Marge von 10 Prozent rückt weiter nach hinten. Adidas erwartet diese Schwelle nun erst für den Zeitraum 2027 bis 2028. Für 2026 steht ein operatives Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro in den Büchern — belastet durch rund 400 Millionen Euro aus US-Zöllen und negativen Wechselkurseffekten. RBC bestätigte zuletzt die Einstufung „Sector Perform“ mit einem Kursziel von 160 Euro und nannte geopolitische Risiken sowie Lieferkettenprobleme als zentrale Unsicherheitsfaktoren.

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Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll 2026 dennoch im hohen einstelligen Prozentbereich liegen. Um dieses Ziel zu untermauern, setzt Adidas auf neue Produktlinien — darunter den „Supernova Rise 3 Adaptive“, einen Laufschuh für Athleten mit Behinderungen, sowie eine NFL-Kooperation zur Stärkung der Markenpräsenz in Nordamerika.

Aktionäre sollen profitieren — trotz Kursdruck

Parallel zum operativen Druck signalisiert Adidas Großzügigkeit gegenüber Aktionären: Für 2026 plant der Konzern Ausschüttungen von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro, bestehend aus einer erwarteten Dividende von etwa 3,03 Euro je Aktie und Aktienrückkäufen von bis zu einer Milliarde Euro jährlich.

Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter ihrem Stand zu Jahresbeginn und bewegt sich knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Am 29. April legt Adidas die Q1-Zahlen vor — der erste harte Stresstest, wie gut der Konzern den laufenden Kostendruck in der Praxis abfedert. Ab dem 2. April gilt die Quiet Period, in der sich das Management zu operativen Details nicht mehr äußern wird.

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