Adidas Aktie: Marktprognosen überprüft
Adidas reagiert auf niedrige Aktienkurse mit einem umfangreichen Kapitalrückführungsprogramm und erhält Vertrauensbeweise durch Insiderkäufe, trotz moderater Gewinnprognose für 2026.

- Insider kaufen Aktien zu niedrigen Kursen
- Kapitalrückführung von bis zu 1,5 Milliarden Euro
- Dividende steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro
- Ausblick durch Zölle und Währungseffekte belastet
Rekordzahlen im Rücken, Aktie nahe dem Jahrestief — bei Adidas klaffen operative Realität und Börsenstimmung weit auseinander. Das Management reagiert mit einem milliardenschweren Aktionärsprogramm und bekommt dabei Rückendeckung aus den eigenen Reihen.
Insider kaufen, Aktionäre kassieren
Ende März erwarb Finanzvorstand Harm Ohlmeyer Aktien im Wert von rund 332.000 Euro zu Kursen um 133 Euro. Kurz darauf folgte Großaktionär Nassef Sawiris über seine NNS Holding mit Käufen von rund 11,1 Millionen Euro — und konsolidierte gleichzeitig per Stimmrechtsmitteilung die Kontrolle über den NNS Jersey Trust. Marktbeobachter werten diese Schritte als Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie unter CEO Bjørn Gulden, dessen Vertrag im März vorzeitig verlängert wurde.
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Das aktuelle Kursniveau von rund 135 Euro liegt gut 40 Prozent unter dem Vorjahreshoch von 227,70 Euro — für Insider offenbar eine Einstiegsgelegenheit.
Parallel dazu hat Adidas ein Kapitalrückführungsprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Euro für 2026 aufgelegt: Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro sowie eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie. Finanziert wird das Paket durch ein starkes Rekordjahr 2025 — Umsatz 24,8 Milliarden Euro, operativer Gewinn 2,06 Milliarden Euro, ein Plus von 54 Prozent.
Zölle und Währungseffekte bremsen den Ausblick
Der Grund für die anhaltende Kursschwäche trotz dieser Stärke liegt im Ausblick. Für 2026 peilt Adidas ein EBIT von rund 2,3 Milliarden Euro an — Analysten hatten im Konsens etwa 2,7 Milliarden Euro erwartet. Die Lücke ergibt sich aus kalkulierten Gegenwind-Effekten von rund 400 Millionen Euro durch US-Zölle und Währungsbelastungen. Besonders die Schuhproduktion in Vietnam gilt unter den veränderten Handelsbedingungen als Risikofaktor für die Margen.
Die Analystenmeinungen spiegeln die Unsicherheit wider: UBS sieht das Kursziel bei 219 Euro, Bernstein Research sogar bei 255 Euro. Die Berenberg Bank bleibt mit einem „Hold“-Rating und einem Ziel von 190 Euro zurückhaltender und verweist auf die schwache Anlegerstimmung, die trotz solider operativer Ausführung auf dem Titel lastet.
Am 29. April legt Adidas die Zahlen zum ersten Quartal 2026 vor. Liefert der Bericht Belege für einen starken Jahresstart, könnte das den aktuellen Pessimismus zumindest teilweise auflösen — zumal die Fußball-WM 2026 mit erwarteten Impulsen im dreistelligen Millionenbereich aus dem Trikotverkauf bereits in Sichtweite rückt.
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