Adidas Aktie: RBC hebt Kursziel auf 210 Euro

RBC Capital Markets hebt Kursziel für Adidas auf 210 Euro an und bescheinigt dem Konzern überdurchschnittliches Gewinnwachstum bei günstiger Bewertung.

Die Kernpunkte:
  • RBC stuft Adidas auf "Outperform" hoch
  • Kursziel steigt auf 210 Euro
  • Gewinnwachstum von 25 Prozent erwartet
  • Fußball-WM als zusätzlicher Impuls

RBC Capital Markets hat am Mittwoch die Adidas-Aktie auf „Outperform“ hochgestuft und das Kursziel von 170 auf 210 Euro angehoben. Analyst Piral Dadhania lobt das berechenbare Ergebniswachstum, das an der Spitze der Branche liege – bei gleichzeitig günstiger Bewertung. Mit einem Kurs von 171,15 Euro notiert die Aktie 1,81 Prozent über dem Vortagesschluss und markiert den vierten Gewinntag in Folge.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnschätzungen für 2027 liegt bei 13. Das sind rund 13 Prozent weniger als bei vergleichbaren westlichen Sportartikelherstellern.

Starke Gewinndynamik

RBC rechnet bis 2027 mit einer annualisierten Wachstumsrate beim Gewinn je Aktie von 25 Prozent. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt liegt bei nur 11 Prozent. Die Prognose für 2026 sieht einen Umsatz von 26,63 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von 2,45 Milliarden Euro vor. Damit liegt die Bank über der eigenen Unternehmensprognose von 2,30 Milliarden Euro.

Ein Grund für das Vertrauen: Adidas hat seit 2023 in jedem Jahr seine eigene Guidance übertroffen. Für 2027 wurden die Umsatzschätzungen um ein Prozent auf 28,75 Milliarden Euro angehoben, der Gewinn je Aktie um fünf Prozent auf 12,42 Euro.

Fußball-WM als Rückenwind

Die bevorstehende FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bietet zusätzliche Impulse. Adidas hat Anfang Juni zusammen mit WhatsApp das offizielle Matchball-Emoji „Trionda“ für das Turnier eingeführt.

Kursdaten stützen die Erholungsthese. Seit dem 52-Wochen-Tief von 130,20 Euro Ende März 2026 legte die Aktie 31,45 Prozent zu. Der 50-Tage-Durchschnitt von 148,15 Euro liegt rund 15 Prozent unter dem aktuellen Niveau. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 1,60 Prozent zu Buche – über zwölf Monate gerechnet allerdings ein Minus von 19,69 Prozent. Der RSI von 70,7 signalisiert eine leichte Überhitzung auf kurze Sicht.

Regionale Unterschiede

Analysten sehen differenzierte Entwicklungen in den Märkten. Chinesische Konsumenten greifen zwar weiter zu internationalen Marken, die Präferenz für lokale Anbieter wächst. In Nordamerika und Europa hat die Kaufneigung für Adidas zuletzt leicht nachgelassen.

Hinzu kommt eine strategische Veränderung: Die langjährige Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund endet 2027. Dann wechselt der DFB zu einem Wettbewerber.

Die Q1-Zahlen Ende April fielen stark aus. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,72 Euro, das Umsatzwachstum lag bei 7,13 Prozent auf 6,59 Milliarden Euro. Die Q2-Ergebnisse werden für Ende Juli 2026 erwartet.

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