Adidas Aktie: Schwache Signale

Adidas verfehlt Markterwartungen deutlich, da höhere US-Zölle und ungünstige Wechselkurse den operativen Gewinn um 400 Millionen Euro belasten. Die Aktie notiert auf einem neuen Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Gewinn 2026 deutlich unter Analystenerwartungen
  • US-Zölle und Währungseffekte schmälern Ergebnis um 400 Mio. Euro
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief nach Prognosekorrektur
  • Starker operativer Gewinn und Rekordumsatz im Vorjahr 2025

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im vergangenen Jahr operativ geliefert und Rekordumsätze erzielt. Doch die Freude währt nur kurz, denn geopolitische Gegenwinde durchkreuzen nun die Pläne für 2026. Zölle und Währungseffekte fressen einen erheblichen Teil des erwarteten Gewinns auf und verunsichern die Anleger spürbar.

Zölle belasten die Prognose

Worum geht es genau? Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr nur noch mit einem operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Damit verfehlt der Konzern die Markterwartungen von 2,72 Milliarden Euro um rund 15 Prozent. Verantwortlich dafür ist ein Mix aus höheren US-Zöllen und ungünstigen Wechselkursen, der das Ergebnis um voraussichtlich 400 Millionen Euro schmälert. Diese Belastungen werfen das Unternehmen auf dem Weg zu seiner angestrebten operativen Marge von zehn Prozent zurück.

Die Quittung an der Börse folgte prompt. Der Titel fiel nach der Prognoseanpassung deutlich zurück und notiert aktuell bei 141,15 Euro – exakt auf dem Niveau des neuen 52-Wochen-Tiefs. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf über 16 Prozent. Auch der Abstand zur 200-Tage-Linie, die aktuell knapp 18 Prozent entfernt verläuft, unterstreicht den anhaltenden Abwärtstrend. Da half es auch wenig, dass der Aufsichtsrat zeitgleich die Vertragsverlängerung von CEO Björn Gulden bis 2030 bekannt gab.

Starkes operatives Fundament

Dabei lief das Kerngeschäft zuletzt hervorragend. Im abgelaufenen Jahr 2025 verzeichnete Adidas einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 13 Prozent auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn kletterte sogar um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. Um die Aktionäre trotz des trüben Ausblicks am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schlägt das Management eine um 40 Prozent höhere Dividende von 2,80 Euro je Aktie vor. Ergänzt wird dies durch ein bereits im Januar gestartetes Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro.

Für das Management geht es nun darum, die externen Kosten durch Effizienzsteigerungen auszugleichen. Gelingt es Adidas, die angepeilte mittlere zweistellige Wachstumsrate beim operativen Gewinn zwischen 2026 und 2028 trotz des schwierigen US-Marktes zu realisieren, dürfte der Konzern die aktuellen Hürden hinter sich lassen. Bis dahin bleibt die Entwicklung der operativen Marge der entscheidende Gradmesser für künftige Kursbewegungen.

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