Adidas Aktie: Zölle stoppen Rekordjagd

Adidas meldet Rekordjahr 2025, doch die Prognose für 2026 fällt aufgrund von US-Zöllen und Währungseffekten deutlich unter die Analystenerwartungen.

Die Kernpunkte:
  • Rekordumsatz und Gewinnsprung im Jahr 2025
  • Zölle und Währungseffekte drücken Prognose für 2026
  • Dividende steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief

Hinter Adidas liegt ein operativ glänzendes Jahr mit Rekordumsätzen und deutlichen Gewinnsprüngen. Doch die Freude währt nur kurz, denn der Blick auf 2026 trübt die Stimmung der Anleger erheblich. Können US-Zölle und Währungseffekte den Aufwärtstrend des Sportartikelherstellers ernsthaft gefährden?

Im abgelaufenen Jahr 2025 überzeugte Adidas mit einem Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro und einem Anstieg des Nettogewinns um 75 Prozent. Die operative Basis zeigt sich robust, unterstützt durch eine verbesserte Bruttomarge. Dennoch reagierte der Markt am vergangenen Mittwoch mit deutlichen Verkäufen. Der Grund liegt in der Prognose für das laufende Jahr: Das Management peilt einen Betriebsgewinn von rund 2,3 Milliarden Euro an. Analysten hatten im Vorfeld mit 2,72 Milliarden Euro spürbar mehr erwartet. Diese Diskrepanz schickte den Kurs auf Talfahrt. Am Freitag ging die Aktie bei 142,75 Euro aus dem Handel und notiert damit in unmittelbarer Nähe ihres erst in der vergangenen Woche markierten 52-Wochen-Tiefs von 141,60 Euro.

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Teurer Gegenwind aus den USA

Verantwortlich für die gedämpften Erwartungen sind vor allem externe Belastungsfaktoren. Eine Kombination aus US-Zöllen und ungünstigen Währungsentwicklungen dürfte das Betriebsergebnis 2026 um rund 400 Millionen Euro schmälern. Da Adidas einen Großteil seiner Ware in Asien fertigt, trifft die US-Handelspolitik den Konzern besonders hart.

CEO Bjørn Gulden bestätigte auf der Analystenkonferenz, dass das Unternehmen bereits dreistellige Millionenbeträge für Zölle aufbringen musste. Zwar erklärte der US Supreme Court Ende Februar bestimmte Abgaben für unzulässig, doch die US-Regierung kündigte umgehend neue Importtarife auf einer anderen Rechtsgrundlage an. Das Management in Herzogenaurach wählt angesichts dieser unklaren Rechtslage einen vorsichtigen Ansatz. Man verzichtet vorerst auf aktive Rückerstattungsklagen und plant mögliche Rückzahlungen nicht in die aktuelle Jahresprognose ein.

Aktionärsgeschenke gegen den Abwärtstrend

Um die enttäuschten Investoren zu beruhigen, steuert das Unternehmen mit kapitalfreundlichen Maßnahmen gegen. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie steigen. Zudem läuft ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm und der Vertrag von CEO Gulden wurde als Zeichen der Kontinuität vorzeitig bis 2030 verlängert.

Bislang reichen diese Schritte jedoch nicht aus, um das negative Marktsentiment zu drehen. Seit Jahresanfang steht bei dem Papier ein Minus von gut 15 Prozent auf der Kurstafel. Auch der Blick auf die Charttechnik verdeutlicht die aktuelle Schwäche: Mit einem Abstand von über 17 Prozent zur 200-Tage-Linie, die derzeit bei 172,42 Euro verläuft, ist der übergeordnete Abwärtstrend intakt.

Die operative Basis von Adidas ist nach dem erfolgreichen Turnaround 2025 gefestigt, doch die handelspolitische Wetterlage in den USA bremst das Gewinnwachstum spürbar aus. Solange die Unsicherheit über die endgültige Ausgestaltung der US-Zölle anhält, bleibt das Aufwärtspotenzial der Aktie limitiert. Für eine nachhaltige Erholung des Kurses muss das Unternehmen in den kommenden Monaten beweisen, dass es die angekündigten externen Belastungen durch operative Effizienz oder gezielte Preisanpassungen abfedern kann.

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