Adidas ist wieder im Sprint-Modus

Mit den Zahlen für das zweite Quartal 2015 hat Adidas die Analystenerwartungen übertroffen. Darüber hinaus ist Vorstandschef Herbert Hainer optimistisch bezüglich der Umsatzentwicklung der Kernmarken Adidas und Reebok im zweiten Halbjahr. Aus Anlegersicht interessant ist auch das Chartbild der Aktie des Sportartikelherstellers.

 

© adidas
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Im Juli 2014 wurden die Nerven der Adidas-Aktionäre strapaziert. Denn damals veröffentlichte der Sportartikelhersteller eine Gewinnwarnung. Daraufhin ist der Kurs massiv eingebrochen. Erfreulicherweise hat sich der Anteilschein von Adidas seither erholt. Unter fundamentalen Aspekten ist diese Entwicklung gerechtfertigt, denn die Geschäfte des Konzerns laufen gut.

Ein Beweis hierfür sind die Zahlen für das zweite Quartal 2015: In diesem Zeitraum steigerte Adidas den Umsatz um 15% auf 3,9 Mrd. Euro. Der um Währungseffekte bereinigte Umsatzzuwachs betrug 5%. Das Betriebsergebnis kletterte um 8% auf 234 Mio. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Quartalsumsatz von 3,81 Mrd. Euro und einem Betriebsergebnis von 225 Mio. Euro gerechnet.

 

Optimistischer Vorstandschef

Vorstandschef Herbert Hainer hat die Planzahlen für das Gesamtjahr bestätigt. Er erwartet eine operative Marge zwischen 6,5% und 7,0% (Vorjahr: 6,6%) und einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. „Dank der hohen Auftragsbestände sind wir sehr optimistisch, dass sich die starke Umsatzdynamik bei unseren Kernmarken Adidas und Reebok auch im zweiten Halbjahr fortsetzen und das angestrebte Erlös- und Gewinnwachstum für den Konzern vorantreiben wird“, betonte Hainer.

 

Verkauf der Golfsparte wird geprüft

Leider ist der Umsatz der Golfsparte im zweiten Quartal 2015 um mehr als 25% eingebrochen. Deshalb hat das Management für diesen Geschäftsbereich einen Turnaround-Plan initiiert. Auch ein Verkauf der Golfsparte oder von Teilen dieses Segments werden geprüft. Gemeinsam mit einer Investmentbank analysiert Adidas alle Optionen.

 

Aktie von Adidas ist kein Schnäppchen

Analystenschätzungen zufolge dürfte Adidas den Gewinn je Aktie im nächsten Jahr von 3,57 auf 4,15 Euro steigern. Somit errechnet sich ein 2016er-KGV von 18,3. Der Anteilschein des Sportartikelherstellers ist also kein Schnäppchen.

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Unabhängig davon ist charttechnisch alles im grünen Bereich, denn der Kurs hat im Juli den Sprung über die derzeit bei 70,71 Euro verlaufende 38-Tage-Linie geschafft und nähert sich nun einem Widerstand bei circa 77 Euro. Wird dieser Widerstand geknackt, dürfte der Kurs bald die 80-Euro-Marke erreichen.

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