Adidas: Wie gefährlich ist die aktuelle Charttechnik?

Die vergangenen Tage mit entsprechend deutlichen Kursverlusten am deutschen Aktienmarkt zogen auch die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas in Mitleidenschaft. Wobei die Herzogenauracher auch selbst für Druck sorgten. So gab man die Emission einer neuen Wandelanleihe über 500 Millionen Euro bekannt.

Diese soll zwar eigenkapital-neutral umgesetzt werden. D.h., dass es bei einer Wandlung einen Barausgleich gibt und keine neuen Aktien emittiert werden (was die Altanteile verwässert hätte). Doch ist wohl mit Blick auf den Kurs anzunehmen, dass manche Investoren diesen entscheidenden Unterschied zu normalen Wandelanleihen-Emissionen übersehen haben könnten und negativ reagierten.

Aufhellung?

Nun scheint allerdings der Verkaufsdruck deutlich nachzulassen. Schon Ende letzter Woche konnte Adidas eine leichte Erholungstendenz markieren. Und auch zum Beginn der neuen Börsenwoche liegt der Wert im Plus. Das ist auch charttechnisch wichtig. Denn bei weiterem Verkaufsdruck könnte sich die Charttechnik extrem stark verschlechtern.

Was Adidas noch gefährlich werden könnte?

Konkret geht es um das Gap von Anfang August, wo die Aktie aufgrund starker Quartalszahlen einen Satz von vorher rund 192 Euro auf mehr als 201 Euro schaffte. Aus technischer Sicht könnte es Kräfte geben, die dieses Gap erst einmal geschlossen sehen wollen. Damit bestünde für die Aktie ein deutliches Risiko, mindestens auf das derzeitige Niveau der gleitenden Durchschnitte zwischen 195 und 198 Euro zu fallen. Das ist natürlich kein Automatismus, könnte aber manchen Anleger an der Seitenlinie halten.

Nachtrag 10.09.18 10:30: Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, hat man mit dem Deutschen Fußball-Bund die bislang bestehende Kooperation verlängert. Damit bleibt Adidas bis 2026 offizieller Generalsausrüster für den DFB. Eine Überraschung war diese Verlängerung allerdings nicht, da beide Partner bereits seit über 60 Jahren zusammenarbeiten.

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