ADO Properties Aktie: 690 Millionen Verlust bestätigt

ADO Properties-Aktionäre billigen Jahresabschluss mit tiefroten Zahlen. Der Aktienkurs fällt auf 0,14 Euro und nähert sich dem Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Fast 690 Millionen Euro Verlust bestätigt
  • Aktienkurs fällt auf 0,14 Euro
  • Vorstand und Aufsichtsrat entlastet
  • RSI zeigt überverkaufte Lage an

Die Bilanz der ADLER Group S.A., die unter dem Namen ADO Properties firmiert, ist verheerend: Knapp 690 Millionen Euro Verlust im Geschäftsjahr 2025. Die Hauptversammlung in Luxemburg hat das Zahlenwerk nun abgesegnet. An der Börse kommt das nicht gut an.

Der Aktienkurs fiel am Donnerstag auf 0,14 Euro – ein Minus von 7,53 Prozent. Tagesaktuell notiert die Aktie nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 0,13 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits 36,32 Prozent an Wert verloren.

Governance auf dem Prüfstand

Die Hauptversammlung am 24. Juni 2026 brachte eine Bestätigung: Die Aktionäre entlasteten den Vorstand für das Geschäftsjahr 2025. Das ist bemerkenswert angesichts des kolportierten Verlusts von 689,5 Millionen Euro, der nun als Verlustvortrag in die Zukunft geschleppt wird.

Parallel dazu wählten die Anteilseigner Stefan Brendgen und Matthias Moser als Direktoren wieder – ihre Amtszeit läuft nun bis 2029. Für die Prüfung des laufenden Jahres wurde AVEGA Revision als Abschlussprüfer bestellt. Die Aktionärspräsenz lag bei rund 19 Prozent der Anteile, die aber knapp 66 Prozent der Stimmrechte repräsentierten.

Technisch im freien Fall

Die charttechnischen Kennziffern zeichnen ein düsteres Bild. Der RSI von 28,1 signalisiert eine überverkaufte Lage – so tief lag der Wert selten. Die annualisierte Volatilität von knapp 39 Prozent zeigt die Nervosität der Anleger.

Der Kurs liegt 17 Prozent unter der 50-Tage-Linie und mehr als 28 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Das 52-Wochen-Hoch von 0,25 Euro ist über 45 Prozent entfernt. Eine schnelle Erholung zeichnet sich nicht ab.

Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob das Unternehmen operative Fortschritte macht oder ob der Verlustvortrag noch weiter wächst. Bis dahin bleibt das Papier ein Fall für spekulative Anleger – mit hohem Risiko und ungewissem Ausgang.

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