Adobe Aktie: 25 Milliarden Rückkauf bis 2030

Adobe verzeichnet starkes KI-Wachstum, leidet aber unter Führungswechseln und Preisdruck durch Konkurrenten.

Die Kernpunkte:
  • KI-Umsätze verdreifachen sich
  • Aktie verliert 31 Prozent seit Jahresbeginn
  • CEO und Finanzchef kündigen Rücktritt an
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm gestartet

Adobe kämpft an zwei Fronten. Während das operative Geschäft Rekorde feiert, stürzt der Aktienkurs seit Jahresbeginn um über 31 Prozent ab. Aktuell notiert das Papier bei 195,80 Euro und damit weit unter früheren Höchstständen.

KI-Wachstum trifft auf Preiskampf

Das Unternehmen meldete zuletzt einen Quartalsumsatz von 6,62 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders die neuen KI-Dienste treiben das Wachstum voran. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze in diesem Bereich verdreifachten sich auf über 500 Millionen US-Dollar.

Trotz dieser Erfolge lastet ein massiver Preisdruck auf der Branche. Konkurrent OpenAI drängt mit aggressiven Preismodellen für sein neuestes GPT-Modell in den Markt. Experten der Bank of America stuften die Adobe-Aktie deshalb herab. Sie setzten das Kursziel auf 190 US-Dollar und verwiesen auf schwindende Wettbewerbsvorteile im Kreativsektor.

Führungsvakuum und Rückkauf-Milliarden

Zusätzliche Unsicherheit herrscht in der Chefetage. Nach dem angekündigten Rücktritt von CEO Shantanu Narayen verlässt nun auch Finanzchef Dan Durn den Konzern. Damit verliert Adobe innerhalb kurzer Zeit zwei zentrale Entscheidungsträger.

Das Management versucht, das Vertrauen der Aktionäre mit Kapitalrückgaben zurückzugewinnen. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm ist bereits angelaufen. Bis zum Jahr 2030 will Adobe eigene Anteile im Wert von 25 Milliarden US-Dollar einziehen.

An der Börse hat die Skepsis zu einer deutlichen Abwertung geführt. Die Aktie handelt derzeit rund 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Damit liegt die Bewertung nur noch beim 10- bis 11-fachen des freien Cashflows. Historisch zahlten Investoren oft das Doppelte für das Softwarehaus.

In der kommenden Woche stehen neue US-Inflationsdaten an. Diese makroökonomischen Signale dürften die ohnehin hohe Volatilität der Tech-Werte weiter verstärken. Parallel dazu bleibt die Benennung eines neuen CEO der wichtigste Kurstreiber für institutionelle Anleger.

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