Adobe Aktie: KI-Ängste belasten

Die Adobe-Aktie verliert stark an Wert, da Marktteilnehmer befürchten, KI-Tools könnten traditionelle Software-Geschäftsmodelle wie das von Adobe gefährden. Analysten sind über die Reaktion gespalten.

Die Kernpunkte:
  • Software-Sektor verliert eine Billion Dollar Marktwert
  • Adobe-Aktie verzeichnet deutliche Verluste seit Jahresbeginn
  • Neue KI-Tools bedrohen etablierte Anwendungssoftware
  • Quartalszahlen im März als nächster wichtiger Meilenstein

Die Adobe-Aktie steht unter massivem Druck. Gemeinsam mit dem gesamten Software-Sektor verliert der Photoshop- und PDF-Konzern seit Tagen an Wert – Auslöser sind wachsende Sorgen, dass KI-Tools traditionelle Software-Geschäftsmodelle bedrohen könnten. Besonders pikant: Adobe gilt als eines der exponiertesten Unternehmen.

Eine Billion Dollar vernichtet

Der S&P 500 Software- und Services-Index ist über sieben aufeinanderfolgende Handelstage bis zum 5. Februar gefallen und hat seit dem 28. Januar rund eine Billion Dollar an Marktwert verloren. Der Abverkauf beschleunigte sich, nachdem Anthropic ein neues Rechts-Plugin für sein KI-Modell Claude vorstellte – ein Signal, dass KI-Systeme zunehmend in die „Anwendungsebene“ vordringen, wo etablierte Softwarefirmen ihr Geld verdienen.

Adobe trifft es besonders hart: Die Aktie verlor seit Jahresbeginn über 20 Prozent, auf Zwölfmonatssicht steht ein Minus von rund 36 Prozent zu Buche.

Kreativ-Software im Fokus

Branchenbeobachter sehen Adobe unter den am stärksten gefährdeten Software-Unternehmen. Silicon-Valley-Insider beschreiben die verwundbaren Kandidaten als Tools, die „auf der Arbeit sitzen“ – Adobe wird explizit genannt, zusammen mit Atlassian und HubSpot.

Der Kern der Befürchtung: Neue KI-Coding-Tools ermöglichen es Nutzern ohne technisches Vorwissen, funktionsfähige Anwendungen durch einfache Sprachbefehle zu erstellen. CNBC-Journalisten demonstrierten dies, indem sie mit Anthropics Claude Code in unter einer Stunde Features einer Projektmanagement-Plattform nachbauten.

Analysten uneins über Reaktion

Die Einschätzungen zur Heftigkeit des Ausverkaufs gehen auseinander. James St. Aubin, Chef-Investmentoffizier bei Ocean Park Asset Management, sieht den Abverkauf als „Manifestation eines Erwachens zur disruptiven Kraft der KI“ – die vermeintlich breiten Burggräben der Unternehmen fühlten sich heute deutlich schmaler an.

Nvidia-CEO Jensen Huang hält die Ängste hingegen für „unlogisch“. Auch JPMorgans Analyst Mark Murphy bezeichnet es als „illogischen Sprung“ anzunehmen, dass KI-Plugins „jede Ebene geschäftskritischer Unternehmenssoftware ersetzen“ würden.

Quartalszahlen am 12. März

Am 12. März legt Adobe die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2026 vor. Investoren werden dann erstmals sehen, wie sich das Geschäft seit der Verschärfung der KI-Disruptions-Debatte entwickelt hat. Im jüngsten Quartal (Q4 2025) hatte Adobe mit 6,19 Milliarden Dollar Umsatz und 5,50 Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie die Erwartungen noch übertroffen.

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